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Press Release

15. January 2015

Internationale Grüne Woche - Eröffnung - Grußwort von Dr. Wolfgang Ingold, BVE-Vorsitzender

(Es gilt das gesprochene Wort)

1. Grußformel

Meine Damen und Herren Minister,

Abgeordnete, Staatssekretäre,

Exzellenzen und Gäste aus aller Welt,

meine sehr geehrten Damen und Herren

auch ich begrüße Sie im Namen der Deutschen Ernährungsindustrie zur diesjährigen Internationalen Grünen Woche.

- die IGW bietet zum nunmehr 80. Mal eine internationale Leistungsschau der Ernährungs- und Landwirtschaft

- sie hat sich kontinuierlich als weltweit wichtigste Verbrauchermesse für diesen Bereich fest etabliert

2. Die IGW belegt einmal mehr, die Lebensmittelproduktion ist heute regional und global zugleich

- wir alle hier essen täglich

- eine gesicherte Ernährungsvielfalt ist eine der höchsten Errungenschaften unserer wirtschaftlichen Prosperität und technologischen Fortschritts

- Hersteller aus allen Regionen der Welt führen uns in den nächsten Tagen ihr Leistungsspektrum vor Augen

- mit der Globalisierung ist auch die Internationalisierung der Ernährungs- und Landwirtschaft vorangeschritten

- eine nachhaltige Lebensmittelversorgung beginnt dabei mit der Stärkung der Produktion vor Ort

- gleichzeitig machen Unterschiede in regionalem Angebot und Nachfrage sowie die Ansprüche der Verbraucher heute globalen Handel unverzichtbar

- der Lebensmittelmarkt befindet sich im weltweiten Wettbewerb

- Deutschland nimmt hier aktiv teil und hat sich als wichtiger Handelspartner im Agrarhandel etabliert

- wir sind heute der weltweit drittgrößte Exporteur und Importeur von Lebensmitteln

3. Freierer Welthandel birgt Potentiale und Herausforderungen

- die deutschen Lebensmittelhersteller stellen sich dem internationalen Wettbewerb

- heute erwirtschaften sie bereits jeden dritten Euro im Ausland

- eine steigende Nachfrage und zunehmende Markterschließung im Exportgeschäft sichert für viele Unternehmen Einkommen und Beschäftigung

- was für unsere Verarbeitungsprodukte gilt, gilt gleichermaßen für die Lieferanten der notwendigen Rohwaren, Handel beruht auf Gegenseitigkeit

- dem Export und guten Handelsbeziehungen folgen Investitionen und der Austausch von Wissen und Technologie

- mit den Potentialen ergeben sich aber auch Herausforderungen im Agrarhandel

- bestehende Handelsbarrieren, unterschiedliche Vorschriften und Auffassungen, lange bürokratische Prozesse und eine zunehmende Zahl von Marktakteuren

- auch politische Unsicherheiten treffen Wirtschaft und Verbraucher empfindlich

- um hier wettbewerbsfähig zu bleiben müssen Politik und Wirtschaft einen freieren Handel gemeinsam fördern

- Handelshemmnisse müssen verbindlich abgebaut und der Marktzugang verbessert werden

- die EU öffnet sich durch die vielzähligen Verhandlungen um wirtschaftliche Partnerschafts- und Freihandelsabkommen zunehmend dem Weltmarkt

- in aller Munde sind wohl besonders die Verhandlungen mit den USA

- die exportorientierte Ernährungsindustrie unterstützt diese Abkommen, die der Branche einen verbesserten Marktzugang ermöglichen

- Handelserleichterungen sind möglich und notwendig

4. Globale Lebensmittelketten bringen mehr Verantwortung

- mit der Internationalisierung der Lebensmittelproduktion steigt auch die Verantwortung der Marktakteure, die zunehmenden Bedürfnisse der Verbraucher zu erfüllen sowie partnerschaftlich, transparent, effizient und nachhaltig entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu arbeiten

- knappe natürliche Ressourcen sind verantwortungsvoll zu nutzen, um die Lebensgrundlagen zu erhalten

- gleichzeitig muss die Lebensmittelproduktion gesteigert werden, denn Hunger und Mangelernährung sind ein fortwährendes Problem

5. Gemeinsame Lösungen will das „Global Forum for Food and Agriculture“ (GFFA) finden

- diese internationale Konferenz findet in diesem Jahr zum 7. Mal während der IGW statt

- unter dem Motto „Wachsende Nachfrage nach Nahrung, Energie und Rohstoffen: Chancen für die Landwirtschaft, Herausforderungen für die Ernährungssicherung?“ diskutieren hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über aktuelle Herausforderungen der globalen Ernährungssicherung

- das macht bewusst, dass eine ausreichende und sichere Ernährung auch heutzutage keine Selbstverständlichkeit ist

6. Wo stehen wir in Deutschland?

- das Lebensmittelangebot hierzulande ist so hochwertig und vielfältig wie nie zuvor, und das zu günstigen Preisen

- der Verbraucher wählt aus über 170.000 Produkten und kauft nachweislich nur was seinen individuellen Bedürfnissen entspricht

- für die Unternehmen führt der hohe Anspruch des Marktes zu einem harten Leistungswettbewerb

- die Ernährungsindustrie ist mit rund 557.000 Beschäftigten in 6.000 Betrieben der viertgrößte Industriezweig Deutschlands

- ohne sie ist eine anspruchsvolle Ernährung von 80 Millionen Verbrauchern nicht möglich

- trotzdem sind unsere Unternehmen regelmäßig mit Anfeindungen konfrontiert

- das falsche Bild über unsere Branche muss endlich der Realität Platz machen

- Appell an die Beteiligten der Wertschöpfungskette Transparenz zu schaffen, über die moderne Lebensmittelproduktion sachbezogen aufzuklären und die Anliegen der Verbraucher ernst zu nehmen

- Apell auch an die Politik sich zur modernen Lebensmittelproduktion zu bekennen und ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit durch branchengerechte wirtschafts- und verbraucherpolitische Rahmenbedingungen zu sichern

- Hinweis / Einladung zum Besuch des Messestands von BVE und BLL in der Halle 22a, der ist ein wichtiger Treffpunkt für Verbraucher, Fachbesucher, Politik und Medien und bietet damit auch dieses Jahr wieder eine hervorragende Dialog-Plattform

7. Für die Internationale Grüne Woche wünsche ich Ihnen jetzt allen viel Erfolg, konstruktive Gespräche und gute Geschäfte!

Nutzen Sie diese weltgrößte Verbrauchermesse zum „Dialog Lebensmittel“ mit unseren Kunden!

Im Namen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie übermittle ich Ihnen die besten Wünsche für ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Vielen Dank