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Press Release

15. January 2015

Die Grüne Woche 2015 für Tourengeher: Zehn Vorschläge für große und kleine Gourmets und Entdecker

Berlin, 15. Januar 2015 – Die Grüne Woche feiert Jubiläum. Zum 80. Mal öffnet die weltgrößte Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau unterm Funkturm ihre Pforten. Mehr als 1.600 Aus-steller präsentieren das größte Angebot von regionalen Spezialitäten aus Deutschland und den Weltmarkt der Ernährungsindustrie, alle Facetten moderner Landwirtschaft sowie die hohe Kunst des Gartenbaus in einem frühlingshaften Ambiente.

Wer alle 26 Hallenkomplexe sehen will, muss sich auf insgesamt acht Kilometer Wegstrecke gefasst machen – und mindestens drei Tage einplanen. Dafür empfiehlt sich die Dauerkarte. Es gibt aber auch kürzere, thematische Touren, die man leicht mit Kindern (Familienkarte) oder an einem halben Tag (Happy Hour Ticket) machen kann. Die folgenden zehn Tourvorschläge sollen helfen, den Messebesuch auf eigene Faust und nach den eigenen, persönlichen Vorlieben und Interessen zu gestalten – als Entdecker und Genießer.

Die zehn Touren:

1. Die internationale Tour

2. Die Familien-Tour

3. Die Deutschland-Tour

4. Die Partnerland-Tour

5. Die tierische Tour

6. Die Garten-Tour

7. Die Entdecker-Tour

8. Die ländliche Tour

9. Die Bio-Tour

10. Die Show- und Koch-Tour

1. Die internationale Tour

Dauer: ein bis zwei Tage

Länge: 3.800 Meter

Hallen: 2.2, 6.2a, 7.2a, 7.2b, 7.2c, 8.2, 10.2, 11.2, 15.1, 16, 17, 18

Empfohlene Eingänge: Eingang Süd oder Nord

Ticketempfehlung: Tagesticket

In 12 Hallen um den Globus – die internationale Tour nimmt sie mit auf kulinarische Weltreise!

Starten Sie im größten Land der Erde: Für den kleinen und großen Hunger zwischendurch bietet die Russische Föderation in Halle 2.2 eine große Auswahl an Spezialitäten aus nahezu allen Regionen zwischen Ostsee und Pazifischem Ozean. Und einmal im Jahr darf sich jeder, der möchte, einen Löffel hochqualitativen Kaviar und wahlweise ein Gläschen Wodka dazu genehmigen.

Mit nur wenigen Schritten schaffen Sie es auf der Grünen Woche nach Asien:

China, Indien, Japan Malaysia, die Philippinen, Thailand und Vietnam präsentieren sich in Halle 6.2a. Testen sie exotische Früchte wie Pitahaya, Karambole oder Mango und Ananas! In derselben Halle finden Sie die osteuropäischen Staaten Kroatien, Weißrussland und Bulgarien. Von den Mittelmeeranrainern ist Griechenland vor Ort, Spanien und der Libanon mit aromatisiertem Kaffee. Saudi-Arabien kommt mit Datteln aus den heißen Wüstenoasen, Iran mit Safran, dem immer noch teuersten Gewürz der Welt, und das westafrika-nische Ghana mit einem neu kreierten Mango-Bier. Die Dominikanische Republik verführt mit ihrem Rum "1492", der normalerweise in Deutschland nicht verfügbar ist, und Mabi, ei-nem nichtalkoholischen Erfrischungsgetränk aus Behuco Indio, einem in der Karibik heimischen Kreuzdorngewächs.

Die ostafrikanischen Länder Kenia und Ruanda empfehlen zum Beispiel cholesterinarmen Kamel-Goulasch, zarte Straußen-Steaks und leckere Krokodil-Spieße frisch von der Farm, knusprige vegetarische oder fleischgefüllte Teigtaschen sowie zum ersten Mal ruandischen Kaffee. Kamerun freut sich ebenfalls, Sie in Halle 7.2a zu begrüßen. Luxemburg hat erst-mals den "Fruzzante - frucht & frei" im Gepäck und den „4-Brüder"-Rotwein Cuvée frisch für Sie abgefüllt. Vom Familienbetrieb Weingut Sonenbuerg stammt der „Saargauer Viez", eine inzwischen schon traditionelle Spezialität, langjährig prämiert und 2014 ausgezeichnet als bester Viez der Region.

Afghanistan und Marokko sind während der Grünen Woche Nachbarn in Halle 7.2b. Sie können sich am Messeauftritt des Sudan kunstvoll mit Henna bemalen lassen. Für eine Entspannungspause bietet die besondere Kaffee-Ecke des nordostafrikanischen Staats den passenden Raum. Natürlich gibt es auch Begegnungen mit den vielfältigen Produkten der Landwirtschaft: Okragemüse, Maniok, Sesam, die Früchte des Affenbrotbaums, Gummi Arabicum und natürlich Ful Sudani - Erdnüsse - locken die Besucher an. Besonders zu empfehlen sind Nilfinger (frittierte Linsenröllchen) sowie der leckere, frische Mangosaft. Die Welt der Tees lässt sich am besten in Nepal erfahren.

Die Kaukasusstaaten stellen sich in Halle 7.2c vor: Armenien, Kasachstan und Aserbaid-schan mit Weinen, natürlichen Säften und Olivenölen und Georgien mit einer ganz beson-deren Süßigkeit: Bei Tschurtschchela handelt sich um Walnüsse, die zunächst an einem Faden aufgezogen werden. Mehrmals in eine süßsaure Kuvertüre getaucht und dann zum Trocknen in die Sonne gehängt, wird daraus feinstes Konfekt. Nordafrika ist mit Tunesien vertreten. Kanada, die USA und Großbritannien komplettieren den internationalen Anspruch.

Estland wird Sie in Halle 8.2 mit gegrillter Elchwurst auf Senfsoße oder einem Sprot-tensandwich mit Wachteleiern überzeugen. Irland scheut den Vergleich seiner Biere mit den deutschen nicht. Das diesjährige Partnerland Lettland ist berühmt für seine Waldbeeren. Cranberrys, die mit ihrem hohen Anteil an Vitaminen und Antioxidantien vor allem in den kalten Wintern wichtig für das Immunsystem sind, heißen in Lettland nicht umsonst „Königinnen der Sümpfe“. Auf der Grünen Woche gibt es sie frisch, getrocknet, in Form von Saft, Soße, Marmelade oder Gelee. Nicht verpassen sollten Besucher außerdem „Rīgas šprotes”, Sprotten aus Riga, die mehr als die Hälfte der exportierten Fischprodukte Lettlands ausmachen, auf Erlenholz geräuchertes Fleisch und lettisches Roggenbrot. Außerdem sind Litauen, Norwegen und Portugal dabei. Schweden kommt mit einer sehr eigenen Spezialität: Surströmming ist schwedischer „Stinkefisch“, der sechs Monate in einem Salzfass fermentiert. Dazu gibt`s sicherheitshalber Aquavit oder schwedischen Wodka. Wahlweise können Sie sich aber auch Elchbratwurst aus eigener Herstellung schmecken lassen.

Die Mongolei, Rumänien, Ungarn und Usbekistan stimmen die Besucher in Halle 10.2 geschmacklich auf ihre Spezialitäten ein. In Halle 11.2 erwarten Sie Frankreich, Paraguay und Polen. Brasilien macht Sie in diesem Jahr wach mit „koawach chili“, einem hochwertigen Kakao mit zehn Prozent Guarana, etwas Rohrohrzucker und einer Prise Chili.

Eigentlich ist Erwin Gegenbauer aus Österreich weltweit für seine Essige bekannt. Verliebt in eine Bierliebhaberin hat er sich nun der Herstellung feinster Gerstensäfte verschrieben und verkostet seine Biere in Halle 15.1. Dafür verwendet er Emmer und Einkorn, biozertifizierte Urgetreide vom Haschahof, ebenfalls aus seiner Heimatstadt Wien. Wer lieber Wein als Bier trinkt, ist bei Zantho aus dem Burgenland goldrichtig. Dazu schmecken ein kräftiger Vorarlberger Bergkäse der Firma Rupp oder Wiener Wurst- und Schinkenspezialitäten der Firma Wiesbauer, die beide das erste Mal auf der Grünen Woche vertreten sind.

Lateinamerika präsentiert sich mit Peru und Kolumbien in Halle 16. Die Ukraine brät hier deftige Pfannengerichte. Und die Türkei will Ihre Gourmetherzen dieses Jahr mit Acai-, Gojie- und Aronia-Beeren gewinnen.

Italien überzeugt in Halle 17 mit Klassikern wie Parmaschinken, Büffelmozzarella, Mandel-gebäck und Kaffeespezialitäten. Aber auch Wildschwein-, Hirsch- und Trüffelspezialitäten von Constantino Stanescu begeistern ihre Abnehmer. In den verschiedenen Tälern Süstirols haben sich auch die verschiedenen Brotsorten entwickelt. Kümmel, Fenchel, Anis und Zimt verleihen dem Schüttelbrot, den Pusterer Breatln oder den Vinschger Paarln ihren unverwechselbaren Geschmack. Liechtenstein, der sechstkleinste Staat der Welt, liegt im Zentrum des europäischen Alpenbogens. Kosten Sie die Nationalspeise: Ribel aus Maismehl oder Weizengrieß. Mit dem Liechtenstein-Coupon gibt es eine Portion Käse (200g) vom Liechtensteiner Milchhof und ein Bier im Glas vom Liechtensteiner Brauhaus für 5,50 Euro statt für 7,50 Euro. Und auch die Schweiz freut im nagelneuen Take Awaybereich mit Appenzeller Käsküchle auf Ihren Besuch!

Und in Halle 18 begrüßen Sie Australien mit Gerichten aus Downunder und Belgien mit feinstem Ardenner Schinken. Dänemark erwartet Sie mit nordischen Spezialitäten wie ge-räuchertem Lachs in drei Variationen, original dänischen Hot Dogs und dem obligatorischen Softeis. Dazu wird Bier der Brauerei Carlsberg gereicht und als Nachtisch gibt’s Lakritze. Ebenfalls hier vertreten sind: Neuseeland, Slowenien, Spanien, Südafrika und Tschechien, das mit Bio-Topfen, Beef-Jerky und Gebäck punktet. Die Niederlande setzen 2015 voll auf Bio. Die Schweine haben ein antiobiotikafreies Leben mit frischer Luft, Bewegung und regional angebautem Rohfutter gehabt. Tasty Tom erzählt Ihnen beim Verkosten seiner Snacktomaten vom Anbau, der mit dem Einsatz von Insekten gegen Schädlinge und Hummeln zur Bestäubung auskommt. Leckere, gesunde und saftige Bio-Birnen und schmackhafte Birnendesserts setzen dem Ganzen die Krone auf.

2. Die Familien-Tour

Dauer: 4 Stunden

Länge: 1.800 Meter

Hallen: 1.2b, 4.2, 3.2, 25, 26, 22a

Empfohlener Eingang: Messe Süd

Ticketempfehlung: Familienkarte (2 Erwachsene und 3 Kinder bis 14 Jahre) für 26 Euro oder das Sonntagsticket für nur 10 Euro!

Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.

Die Grüne Woche mit Kind und Kegel

Gerade für Kinder der Großstadt empfiehlt sich ein Besuch der Grünen Woche, die das Messegelände vom 16. bis 25. Januar in einen riesigen Bauernhof verwandelt. Wie Landwirtschaft funktioniert, wo unsere Nahrung herkommt und wie Nutztiere leben, erfahren Sie und Ihre Kinder am besten auf der Familien-Tour.

Starten Sie in der BioHalle 1.2b! Mit einer fast fünfzig Quadratmeter großen Aktionsfläche zum Thema „Öko-Boden – voller Leben, volle Vielfalt“ freut sich der Bio-Verband Naturland auf die kleinen Messebesucher. Es wartet eine actionversprechende Kletterwand, die anlässlich des Internationalen Jahrs des Bodens gestaltet ist. Als Kletterer wird man hier selber ein Teil des Bodens. Ihr Debut auf der Grünen Woche feiert die BIO COMPANY mit dem extra für Familien entwickelten Spiel „Vom Acker bis zum Teller“. Denn Joghurt wächst nicht im Kühlregal und Fleischbällchen nicht an Bäumen. Wo unsere Lebensmittel wirklich herkommen, wird hier interaktiv erklärt.

Schräg gegenüber, in Halle 4.2, findet die Sonderschau Multitalent Holz statt. Hier entstehen moderne Bauelemente aus Holz. Zimmerer präsentieren ihr Handwerk und Kinder wie Erwachsene können klettern, schnitzen und drechseln, was das Zeug hält.

Der Erlebnisbauernhof in der benachbarten Halle 3.2 macht Landwirtschaft anschaulich. Auf dem i.m.a-Wissenshof können Sie Getreidearten kennenlernen, Weizen mahlen und das Mehl typisieren, Hafer quetschen, die Frische von Eiern überprüfen oder Ihren Geruchsinn an Obst und Gemüse erproben. Vom Regenwurm im Kompost über Bienen und Küken bis hin zur modernen Schweine- und Rinderhaltung wird den Kindern am lebenden Beispiel viel Wissenswertes aus der modernen Landwirtschaft vermittelt. In der Schaufleischerei und der gläsernen Bäckerei wird die Verarbeitung von Rohwaren beispielhaft erklärt und Currywurst, Brötchen und Brezel zur Verköstigung angeboten.

Nur wenige Schritte weiter gelangen Sie in die Tierhalle 25, die mit 7.500 Quadratmetern die größte des gesamten Messegeländes ist. Konzipiert als offener Stall begegnen Sie hier hautnah Spitzentieren der Pferdezucht, Uckermärker, Sportponys, Ziegen, das vor dem Aussterben bedrohte Deutsche Karakulschaf, Schweine, Alpakas, Wasserbüffel, Highland Cattle und einen Auerochsen. In der mitreißender Stadionatmosphäre erleben Sie spannende Vorführungen und Wettkämpfe live. Und schon ist Halbzeit. Nach einer optionalen Stärkung im Besucher-Restaurant mit Logenblick auf den Voführring geht es weiter zur Halle 26.

Wen erschrecken eigentlich Gespenstschrecken? Wovon ernährt sich ein Zebraschwanzleguan und was muss man alles beachten, wenn der neue Mitbewohner ein Hund ist? Tauchen Sie ein in die bunte Erlebniswelt Heimtiere!

Und wenn die Eltern den Rest der Tour alleine bestreiten wollen, können sie die Allerjüngsten mit bestem Gewissen jetzt beim Messekindergarten „MeKi“ lassen. An landwirtschaftlicher Bespaßung wird es ihnen nicht fehlen.

Unter dem Motto „Hier wachsen Ideen“ präsentiert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Halle 23a seine Sonderschau. Einen Themenschwerpunkt bilden Bienen, die ein unersetzlicher Bestandteil in der Nahrungsmittelproduktionskette sind. Die Kampagne „Zu gut für die Tonne“ gibt wertvolle Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen und zur Resteverwertung. Und dank des Kochstudios und der Backstube kommt auch der Genuss nicht zu kurz.

Ihren Abschluss findet die Familientour in Halle 22a, in der die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) die neue Lebensmittelinformationsverordnung, die seit dem 13. Dezember 2014 in Kraft ist, thematisiert wird. Weitere aktuelle Lebensmittelthemen werden auf der Dialogbühne in informativen Talkrunden mit Experten diskutiert. Im Rahmen des Schülerprogramms der Messe Berlin können Schüler und Jugendliche am Gemeinschaftsstand an einem Food-Quiz rund um das Thema „Kennzeichnung von Lebensmitteln“ teilnehmen.

3. Die Deutschland-Tour

Dauer: ein voller Messetag

Länge: 3.500 Meter

Hallen: 20, 21a, 21b, 22a, 22b, 23b, 5.2a, 5.2b

Eingang: Nord, Halle 19

Ticketempfehlung: Tagesticket

13 Bundesländer punkten mit Regionalität

Mit „Regionalität“ können Händler und Hersteller von Lebensmitteln beim Verbraucher und erst recht auf der Grünen Woche punkten. Rund 500 Aussteller aus 13 Bundesländern präsentieren das größte regionale Angebot von Nahrungs- und Genussmitteln auf Messen. Lokale Spezialitäten im landestypischen Gewand und mit bundesländerspezifischer Unterhaltung genießt der Besucher auf der Deutschland-Tour. Von der Küste bis zu den Alpen führt die kulinarische Route durch acht Messehallen.

Die Tour beginnt in Halle 20, in der Sie Niedersachsen mit Norderneyer Schinken, Mini-Burgern vom Wagyu-Rind und Kartoffelplate, einer Art Pizza aus Kartoffeln, verwöhnt. Zum 25. Jubiläum gibt es bei Thüringen Witbier, Rot- und Leberwurst, Altenburger Ziegenkäse und – na klar - Thüringer Sonntagsklöße. Als kleine Stärkung zwischendurch bieten sich kalte Armbäder an, auch "Kneippsche Espressi" genannt. Weiter geht`s zu Bremen und Bremerhaven. Im Seefischkochstudio landen Krustentiere, Lachs und Scholle bühnentauglich in der Pfanne. Unter dem Motto „Fisch trifft Apfel“ laden feine Meeresfrüchte mit frischen Früchten zur Kostprobe ein.

In Halle 21b präsentiert sich in diesem Jahr besonders das ländliche Sachsen. Insgesamt reicht das kulinarische Angebot von gesunden Aroniaprodukten über Heumilch, naturbelassenes Salz, würzigen Ziegenkäse und herzhafte Wurstspezialitäten bis hin zu süffigem Bier. Gleich nebenan geht die Hauptstadt unter dem Motto „Berlin – ein Wunderland“ an den Start. Es warten viele bunte Marktstände auf die Besucher und entzücken mit echten Berliner Spezialitäten aus der Kaffeerösterei, der Schokoladenmanufaktur und innovativen Craft-Brauereien. Erdbeer-, Orangen-, Oliven- oder Apfel-Chili-Senf präsentiert die Steglitzer Senf-Manufaktur. Und natürlich gibt es auch die gute alte Currywurst von Curry 36.

Brandenburg stellt sich in Halle 21a vor. Ob Senf mit geräuchertem Knoblauch, Lachsknacker, Rauchbier, Tannenspitzennektar oder Käse-Eis – alles will getestet werden. Halle 22b wird von Bayern bestritten, die mit über 2.000 Mitwirkenden nach Berlin kommen. Im original bayerischen Biergarten gibt es Bier und Brezn. Neue Geschmackserlebnisse versprechen das „Gesundheitselixier“ Aronia sowie die süß-scharfe Meerrettich-Dill-Soße zur Weißwurst. Hallennachbar Schleswig-Holstein punktet in Halle 22a kulinarisch mit bunten Hummerbuden, über Buchenholz gereiftem Holsteiner Katenschinken, Lamm und Böklunder Würstchen. Dazu gibt`s ein kühles Bier aus Flensburg oder Dithmarschen, fantasievoll gemixte Cocktails und zum Nachtisch ein cremiges Eis von Tivoli. Vor Ort bei den Hessen gibt es zur Halbzeit Ihrer Deutschlandtour Fleischwurst, eine bunte Käseauswahl, süffigen Äppelwoi, Bier und erfrischendes Mineralwasser aus der Rhön zu schmecken.

Gestärkt setzen Sie jetzt über in Halle 23b, in der Sachsen-Anhalt seinen Messeauftritt mit Weinen aus der Region Saale-Unstrut, Europas nördlichstem Qualitätsweinanbaugebiet, feiert. Dazu werden Harzer Fichteln gereicht. Das sind Rostbratwürste nach einer Rezeptur aus dem 19. Jahrhundert, denen grüne Fichtentriebe beigefügt sind. Serviert wird auch die Preußische Dampfwurst samt rotem Senf, dem Chili und eine mosambikanische Gewürzmischung die typische Färbung geben.

Steuern Sie jetzt Halle 5.2a an und genießen Sie bei Nordrhein-Westfalen Spezialitäten von A wie Altbier bis Z wie Zuckerrübensirup. Neben dem westfälischen Knochenschinken oder dem Schoko-Chili-Likör vom Niederrhein erwartet den Gourmet auch eine Reihe neuer Highlights: zum Beispiel Wildspezialitäten aus heimischen Wäldern, die mit Informationen zu einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung garniert sind.

Baden-Württemberg brauchen wir uns ohne Maultaschen, Schupfnudeln und Schwarzwälder Schinken gar nicht erst vorzustellen! Aber auch weniger prominente Backwaren wie den Ofenschlupfer gilt es in Halle 5.2b zu probieren. Außerdem gibt es wiederentdeckte Gemüse: die milde Zwiebel Höri Bülle und die Alb-Leisa-Linsen zum Beispiel.

Und schon sind auf der Zielgeraden der Deutschland-Tour zur Halle 5.2b! Zu den kulinari-schen Spezialitäten von Mecklenburg-Vorpommern gehören unter anderem Fischbrötchen, deftige Wurstwaren sowie Sanddorn-Törtchen und sortenreine Säfte. Überraschen wollen der Maränenkaviar, das „Gold der Binnenseen“ und laktosefreie Eiscreme direkt vom Bauernhof.

4. Die Partnerland-Tour

Dauer: 2 Stunden

Länge: 300 Meter

Halle: 8.2

Eingang: Ost

Ticketempfehlung: Tageskarte oder Happy Hour Ticket (täglich ab 14 Uhr für 9,- €).

Lettland präsentiert sich mit allem, was das Land kulinarisch zu bieten hat

Sie wollen das Partnerland der Grünen Woche begrüßen oder den Feierabend mit einem Abstecher auf die Grüne Woche beginnen? Dann sind Sie bei Lettland genau richtig. Das diesjährige Partnerland der Grünen Woche fährt groß auf und begrüßt Sie mit all seinen kulinarischen Köstlichkeiten. „Lettland – nimm Dir die Zeit” ist das Motto. Entsprechend geruhsam gilt es, die Halle 8.2 zu durchstreifen.

Der zwischen Estland im Norden und Litauen im Süden liegende Baltenstaat ist berühmt für seinen Honig, der international ein Exportschlager ist. Dank der Vielfalt der verschiedenen wilden Pflanzen ergibt sich eine fast unübersichtliche Auswahl an Sorten. Heidekrauthonig, Blütenpollen, Bienenbrot oder Propolis in Honig sind nur einige der vielen Produkte. Immer mehr Imker kombinieren ihre Produkte außerdem mit Beeren und anderen Zutaten und zaubern so völlig neue Geschmacksrichtungen, die sie Ihnen auf traditionellem Roggenbrot kredenzen. Cranberrys beispielsweise, die mit ihrem hohen Anteil an Vitaminen und Antioxidantien vor allem in den kalten Wintern das Immunsystem stärken, heißen in Lettland nicht umsonst „Königinnen der Sümpfe“. Es gibt sie frisch oder getrocknet; in Form von Saft, Soße, Marmelade oder Gelee. Weltweit bekannt sind die „Moosbeeren in Puderzucker“.

Nicht verpassen sollten Grüne Woche-Besucher außerdem „Rīgas šprotes”, Sprotten aus Riga, die mehr als die Hälfte der exportierten Fischprodukte Lettlands ausmachen. Neunauge ist ein weiterer delikater aus dem lettischen Portfolio. Weitere Highlights sind Erlenwürst-chen, Delikatessen vom Strauß oder vom Kaninchen sowie die Premiumkäsesorten „Krievi-jas", „Holandes", „Latvijas". Und zum Nachtisch gönnen Sie sich eine Kugel Kürbiseis mit Quitten oder „Valmiermuiža“, ein Eis ein Bier.

5. Die tierische Tour

Dauer: 4 Stunden

Länge: 1.800 Meter

Hallen: 1.2b, 3.2, 25, 26, 9 Empfohlener Eingang:

Messe Süd

Ticketempfehlung: Tagesticket

Haus- und Heimtiere in der Hauptstadt

Abgesehen von Tauben, Spatzen und Ratten sind Vierbeiner in Berlin kein alltägliches Erlebnis. Nur auf der Grünen Woche präsentiert sich die Elite der Nutztiere, die normalerweise auf Äckern und Höfen ihren Dienst tut, gemeinsam mit besonderen Rassetiere und Heimtieren in allen Farben und Größen.

Wie wichtig die ganz kleinen Tiere für unsere Böden sind, zeigen der Maulwurftisch und der Regenwurmschaukasten in der BioHalle 1.2b. Wie gut es Hühnern geht, die viel Platz zum Scharren und Picken haben, und warum Hörner wichtig für Kühe sind, demonstrieren Ihnen die Bauern vor Ort. Wenn Sie mit kleinen Kindern unterwegs sind, sollten Sie Frieda nicht verpassen: Auf dem Bioland-Hof erklären die Hühnerexperten Schritt für Schritt, wie aus dem Küken eine Henne wird und diese dann ein Ei produziert.

Keine 50 Meter weiter sind Sie mitten drin im ErlebnisBauernhof in Halle 3.2. Anhand des Schweine Mobils und eines Kuhstall erklären ihnen die Fachleute der modernen Nutztierhaltung, wie sich Produktivität und Tierwohl optimal verbinden lassen.

Biegen Sie nun scharf links ab und treten ein in die Tierhalle 25, die mit ihren 7.500 Quad-ratmetern die größte des gesamten Messegeländes ist. Konzipiert als offener Stall können Sie hier Spitzentiere der Pferdezucht, Ziegen, eine Schwäbisch-Hällische Sau samt Ferkel, Alpakas, Wasserbüffel, Highland Cattle und einen Auerochsen bestaunen. Das Deutsche Karakulschaf ist die „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2015“. In der Tierhalle sind acht Muttertiere und ein Dutzend Lämmer dieser Rasse zu sehen. Außerdem finden täglich Ras-setierschauen und an den Wochenenden die großen Bundesschauen der Uckermärker und der Sportponys statt.

In der Erlebniswelt Heimtiere in Halle 26 gibt es Tiere, die sich auch zu Hause wohl fühlen von ganz klein bis ganz groß. Nager, Bartagamen, Schlangen zum Anfassen, Rassekatzen vom Berliner Verein Pro-Kat, Gespenstschrecken, Gottesanbeterinnen, Riesentausendfüßer, afrikanische Grabfrösche, die über ein Kilo schwer werden, und viele Hausgenossen mehr. Und die Jäger haben Damwild wie Rehe und Hirsche mitgebracht. Außerdem mit dabei sind die Stargäste der Party: echte Elche, Rentiere und Esel.

Entspannen Sie zum Abschluss im Eingangsbereich der Blumenhalle 9, in dem liebliche Ziervögel und andere bunte Federtiere in ihren Volieren auf Sie warten!

6. Die Garten-Tour

Dauer: drei Stunden

Länge: 2.400 Meter

Hallen: 8.1, 10.1, 11.1, 9

Eingang: Ost (Messedamm)

Ticketempfehlung: Happy Hour Ticket

Einmal „Frühling im Januar“ bitte!

Jede Blüte ein eigener Duft: Die Garten-Tour führt sie auf die blumige Seite der Grünen Woche und bringt den Frühling in Form von 37.000 Frühblühern nach Berlin – mitten im Winter.

Starten Sie in den Gartenhallen 8.1, 10.1 und 11.1! Für Haus- und Gartenfreunde gibt es hier das volle Sortiment: von Sämereien, Gartenscheren in allen Farben und Formen über Teleskopleitern und Hydropressen bis hin zu Industrieklebern und sogar rauchfreien Holz-kohlegrills für die Barbecue-Zeit. Zum Einrichten des heimischen Grüns gibt es Gartenmöbel, Wintergärten, Gewächshäuser, Sicht- und Sonnenschutzanlagen, Whirlpools und Schwimmanlagen und komplette Saunen.

In der Blumenhalle 9 kündigt sich bereits im Januar der Frühling an. Mit aufwendigen Mitteln schaffen es unsere Fachleute, insgesamt 37.000 Blumen schon im tiefsten Winter in Berlin zum Blühen zu bringen. Und Sie sind herzlichst eingeladen, durch die duftende Welt aus Buschwindröschen, Tulpen, Narzissen, Azaleen und Orchideen, die von den besten Floristen zu einem naturkulturellen Gesamtwerk arrangiert sind, zu wandeln. Im Mittelpunkt steht die Welterberegion Wartburg Hainich in Thüringen. Der Nationalpark, der in unmittelbarer Nachbarschaft der geschichtsträchtigen Wartburg liegt, punktet in Berlin mit einer traumhaften Waldinszenierung und Bäumen, die nur aus Blüten bestehen.

Ein garten- und pflanzenkulturelles Highlight ist der Messeauftritt der Bundesgartenschau (BUGA) 2015 in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Das Konzept und das Motto „Von Dom zu Dom - das blaue Band der Havel“ werden Ihnen auf der Grünen Woche vorgestellt. Der Verband der Berliner Kleingärten präsentiert einen historischen Abriss von den ehemaligen „Armengärten“, die Anfang des 19. Jahrhunderts Hunger und Verarmung entgegenwirken sollten, bis zur modernen Kleingartenkultur des 21. Jahrhunderts. Das „Grüne Bildungszentrum“ stellt Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe rund um Garten- und Landschaftspflege insbesondere für junge Leute vor. Und auch für Unterhaltung ist gesorgt: In Kooperation mit radioBERLIN 88,8 und der Zeitschrift GartenFlora gibt es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Musik.

7. Die Entdecker-Tour

Dauer: sechs Stunden

Länge: 2.400 Meter

Hallen: 1.2b, 3.2, 4.2, 5.2a, 26, 23a, 22a, 22b, 9

Eingang: Messe Süd

Ticketempfehlung: Tagesticket

Modernste Forschung im Praxistest erleben

Auf der Grünen Woche stellen führende Verbände und Institutionen ihre neuesten Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung vor und machen den praktischen Einsatz in der Produktion anschaulich. Entdecken Sie mit uns spannende und lehrreiche Ausstellungsbereiche!

Starten Sie in der Biohalle 1.2b. Hier werden vor allem Kinder und Jugendliche zu For-schern, wenn sie unter fachkundiger Leitung von drei verschiedenen Böden mit unterschiedlichen Kulturpflanzen Proben nehmen und untersuchen. Ein Maulwurftisch und ein Regenwurmschaukasten veranschaulichen die Bedeutung der Tiere für das Erdreich. Wie aus dem Küken Frieda eine Henne wird und wie diese dann das Ei produziert, erklären die Hühnerexperten auf dem Bioland-Hof Schritt für Schritt.

In der angrenzenden Halle 3.2 sind Sie auch schon mitten auf dem ErlebnisBauernhof. Die hier ausgestellte Landtechnik ist einmalig. Blühender Weizen, Raps und ein Zuckerrübenfeld lassen Sie die Großstadt für einen Moment vergessen. Beeindruckende Trecker und Landmaschinen der jüngsten Generation inklusive einem Simulator für Kinder und Erwachsene zeigen, wie Äcker mit Hilfe von Satelliten auf schonende Art und Weise bearbeitet werden. Rund um Kühe, Schweine, Bullen und Bienen werden aktuelle Themen wie Haltung, Züchtung, Fütterung und Gesundheit bis hin zur Verarbeitung diskutiert. Der information.medien.agrar e.V. verfolgt das Korn von der Saat bis zum Brot. An der Getreidestation untersuchen und unterscheiden Sie Dinkel, Roggen, Hafer, Weizen, Mais und Triticale – mit allen Sinnen. An der Sensibar hingegen wird Obst und Gemüse ausschließlich mit der Nase geprüft. Und „alles in Butter“ ist an der Butterstation für die, die es schaffen, eigenhändig aus Sahne Butter herzustellen, um sich das Produkt dann mit Salz auf Brot schmecken zu lassen. Ist das Frühstücksei noch frisch? Das können Sie entweder mit Hilfe des guten alten Wasserglases testen oder aber sehr viel moderner mit einer Speziallampe, die durch das Ei hinduchleuchtet.

Nebenan kommen Sie zur Halle 4.2, in der die Aussteller von „Multitalent Holz“ ein CO2-Mitmachmodul installiert haben. Dabei handelt es sich um eine Holzbox, in deren Innerem ein Luftballon aufgeblasen wird. Wieviel Kohlendioxid in der eigens ausgepusteten Luft enthalten ist und wie gut sich diese Menge in Holz speichern lässt, verdeutlicht das Holzklötzchen, das am anderen Ende herausfällt.

Wie lässt sich Landwirtschaft ökonomisch und nachhaltig gestalten? Antworten gibt die nature.tec, die Fachschau für Bioökonomie, in Halle 5.2a. Im Zentrum steht die Pflanze als wichtigste Rohstoffquelle. In Halle 26 stellen die Mitarbeiter des Deutschen Jagdverbands das Projekt „Biogas aus Wildpflanzen“ vor. Pflanzen, die der Biogasproduktion dienen, stellen nämlich eine wildtierfreundliche Alternative zu Mais dar. Unter dem Motto „Hier wachsen Ideen“ präsentiert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Halle 23a seine Sonderschau. Dabei geht es zum Beispiel darum, wo neue Apfelsorten entwickelt oder Rosen gezüchtet werden, die krankheitsresistent und an veränderte klimatische Bedingungen angepasst sind. Der Gemeinschaftsstand von BVE und BLL in Halle 22a informiert in einem Forscher-Quiz rund um die Kennzeichnung von Lebensmitteln, die wichtige Informationen zu Inhaltsstoffen, Füllmenge, Nährwerten und Haltbarkeitsdaten enthalten.

Und wenn Sie jetzt noch Wissensdurst haben, spazieren Sie einmal quer durch den Som-mergarten zur Halle 9. Beim Schülerumweltzentrum pflanzen junge Gärtner und alle die, die es werden wollen, Gemüse, Salate und Kressen, um das Mini-Beet dann selbst mit nach Hause zu nehmen.

8. Die ländliche Tour

Dauer: ein voller Messetag

Länge: 1.800 Meter

Hallen: 4.2, 3.2, 5.2a, 25, 26a, 26c, 23a

Eingang: Messe Süd

Ticketempfehlung: Tagesticket

Bauernhof mitten in der Hauptstadt!

Die Internationale Grüne Woche ist „Landwirtschaft zum Anfassen“. Die Landwirtschafts-Tour führt Sie durch sieben Hallen vorbei an Nutztieren, Feldern und zahlreichen Aktionen zum Mitmachen.

Lust aufs Land bekommen Sie garantiert, sobald Sie in Halle 4.2 eintauchen. Die Aussteller der gleichnamigen Gemeinschaftsschau stellen eine Fülle von Ideen vor, wie Dörfer und Städte aus den Veränderungen in unserer Gesellschaft Chancen für ihre Bürger machen. Anziehungspunkt ist die LandSchau-Bühne der Agrarsozialen Gesellschaft, auf der nicht nur getanzt und gesungen wird, sondern auch anhand von Diskussionen und Streitgesprächen über das Leben und Arbeiten auf dem Lande informiert wird. Die Region Vorpommern-Greifswald beschreitet beispielhaft neue Wege einer standortgerechten Moornutzung mittels Paludikultur, also der landwirtschaftlichen Nutzung nasser Moore. Auf der Grünen Woche wird das weltweit erste

Projekt vorgestellt, das wiedervernässte Moore als Brennstoff verwendet. Das Heizwerk in der Kleinstadt Malchin kann jährlich fossile Energie einsparen, die bis zu 380.000 Litern Heizöl entspricht.

Der ErlebnisBauernhof informiert in Halle 3.2 über die vielfältigen Leistungen der Land- und Ernährungswirtschaft. Die Themenfelder „Wissenschaft & Forschung“, „Pflanzenproduktion“, „Tierproduktion“ und „Landwirtschaft und Gesellschaft“ decken die wichtigsten Aspekte der landwirtschaftlichen Produktion ab. Moderne Traktoren und Landmaschinen repräsentieren Erfindergeist und Innovationen. Mit den hochmodernen Geräten lassen sich Böden effizient und gleichzeitig schonend beackern. Eine gläserne Fleischerei ermöglicht den Blick hinter die Kulissen der Ernährungsindustrie. In der gläsernen Bäckerei können Sie den Weg des Getreidekorns bis zum fertigen Brot verfolgen.

Gleich nebenan treten Sie ein in Halle 5.2a, in der die Fachschau für Bioökonomie, die „nature.tec“, Interessantes aus der Welt der regenerativen Energien vom Acker präsentiert. Auf 3.000 Quadratmetern informieren Sie Ministerien, Institutionen, Verbände und Unternehmen über energetische und stoffliche Nutzung von Agrar- und Forstrohstoffen. Im Zentrum der Fachschau steht die Pflanze als wichtigste Rohstoffquelle der Bioökonomie. Um diesen zentralen Bereich herum gliedern sich die Themenbereiche „Anbau & Züchtung“, „Rohstoffe“, „Bioenergie“ sowie „Produkte“.

In der Tierhalle 25 gibt es die Speerspitze der Tierzucht zu bestauen – von flinken Sportponys über Alpakas und Wasserbüffeln zu muskulösen Fleischrindern. Das Deutsche Karakulschaf ist die gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2015. Auf der Grünen Woche stellt die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen einen Bock, acht Muttertiere und ein Dutzend Lämmer dieser Rasse vor.

Wildtiere in der Stadt? Für viele Bürger ist das eine schöne Vorstellung von Naturnähe. Doch was tun, wenn Wildschweine den Spielplatz umgraben, Marder auf dem Dachboden heimisch werden oder Waschbären die Mülltonnen plündern? Jäger wissen in solchen Fällen Rat und geben ihre Kenntnisse in Halle 26a gerne weiter. Außerdem können Sie Rentieren, Damwild, Eseln und Elchen begegnen!

Unter dem Motto „Hier wachsen Ideen“ präsentiert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) seine Sonderschau. In Halle 23a erfahren Sie, warum Züchtung und Forschung gerade im Hinblick auf Klimawandel und Nachhaltigkeit so wichtig sind. Wo werden neue Apfelsorten entwickelt oder Rosen gezüchtet, die krankheitsresistent und an veränderte klimatische Bedingungen angepasst sind? Und wodurch kann zukünftig auf den Einsatz chemischer Mittel verzichtet werden? An zentraler Stelle informiert die Sonderschau über die Arbeit von und mit Bienen, die ein unersetzliches Glied in der Produktionskette von Nahrungsmitteln sind.

9. Die Bio-Tour

Dauer: ein Messetag

Länge: 3.400 Meter

Hallen: 1.2b, 6.2, 5.2b, 26, 23, 22, 21, 20, 18, 11.2, 17, 16, 15.1, 14.1, 13, 12, 10.2, 8.2, 7.2, 2.2

Empfohlener Eingang: Eingang Süd oder Ost

Ticketempfehlung: Tagesticket

Den Bio-Boom erleben

Der Bio-Lebensmittelmarkt wächst und wächst. Immer mehr Menschen legen Wert darauf, dass Getreide, Obst und Gemüse ohne Gentechnik, ohne leichtlösliche Mineraldünger und ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel produziert und Tiere artgerecht gehalten werden. Deshalb finden Sie auch auf den Produktmärkten der Grünen Woche überall ein wenig Bio. In der Biohalle 1.2b können Sie ökologische Produkte aller Art kosten und sich unter anderem über tiergerechte Hühnerhaltung, die Beschaffenheit unserer Böden und vieles mehr informieren. Neben den kulinarischen Köstlichkeiten an den Ständen von BIO COMPANY, Demeter und Co. lohnt sich der Besuch der vielen kleinen Aussteller in den anderen Hallen rund um den Sommergarten. Darüber hinaus haben nahezu alle Länder und Bundesländer der Grünen Woche Bio-Produkte im Angebot.

Lettlands Exportschlager sind Honig und viele verschiedene Waldbeeren. Cranberrys, auch Moosbeeren genannt, die mit ihrem hohen Anteil an Vitaminen und Antioxidantien vor allem in den kalten Wintern das Immunsystem stärken, heißen in dem baltischen Staat nicht umsonst „Königin der Sümpfe“. Probieren Sie die Bio-Beeren in Halle 8.2 frisch oder getrocknet, in Form von Saft, Soße, Marmelade oder Gelee!

Aus Sachsen-Anhalt stammen die Bio Edelpilze der Firma Altmark in Halle 23. Neben den Speisepilzen wie Rosenseitling, Limonenseitling, Piopino und vielen mehr, züchten die Betreiber des Familienunternehmens auch Heilpilze wie Reishi und Ling Zhi. Und was wäre ein Berlinbesuch ohne eine Currywurst von Curry 36. Und die gibt es jetzt auch in Bio! Den original Curry 36 Ketchup dazu gibt es in Halle 21 auch zum Mit-nach-Hause-nehmen. Passend zur Bio-Currywurst lassen Sie sich in der Bayernhalle 22 eine der 20 Bio-Bierspezialitäten schmecken! Die handwerklich arbeitende Familienbrauerei „Riedenburger Brauhaus“ verwendet ausschließlich Bioland-Rohstoffe. Ausschließlich aus besten Rohstoffen, ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne Aromen und ohne gentechnisch veränderte Substanzen hergestellt sind auch viele der dortigen Molkerei-Produkte. Mehr Bio-Fleisch finden Sie in allen Variationen bei Mecklenburg-Vorpommern Halle 5.2b. Baden-Württemberg in Halle 22a hat unter anderem Naturbackwaren und naturtrüben Apfelsaft ohne jegliche Zusätze.

In Halle 14.1 verköstigt Kai Feldhusen, bekannt als "Aal Kai" vom Hamburger Fischmarkt, frischen und geräucherten Bio-Fisch; ideal für Festlichkeiten oder nach dem Kater.

Ägyptisches Schwarzkümmelöl aus der Familie der Hahnenfußgewächse ist ein wahrer Alleskönner und wird bei Krankheiten der Atemwege, der Haut, bei Entzündungen und Schwäche eingesetzt. In Halle 26 können Sie sich beraten lassen. Iran verwöhnt sie mit frischen Bio-Datteln in Halle 6.2 und die türkische Kleinstadt Malatya in Anatolien glänzt in Halle 16 mit den nach Eigenaussage weltbesten Bio-Aprikosen. Österreich punktet mit Bio-Knabbereien in Halle 15.

Beim kanadischen Bisonfleisch in Halle 7.2c werden Sie schmecken, dass diese Tiere ganzjährig auf frischem Gras leben. „So schmecken Freiheit und Natur - und nicht anders!“ werben die Hersteller.

Besonders interessant wird die Bio-Tour am zweiten Wochenende der Grünen Woche. Vom 23. bis 25.1.2015 werden erstmals in Halle 26 die bereits mit großem Erfolg in England durchgeführten „Allergy & Free From Show“ sowie die „V Delicious Show“ unter einem Dach stattfinden. Die „Allergy & Free From Show“ richtet sich an Millionen von Menschen, die mit Allergien, Zöliakie, Atemwegsbeschwerden, jeglichen Unverträglichkeiten, Hautproblemen und Chemikaliensensibilitäten leben. In dieser Erlebniswelt finden Sie Produkte ohne Gluten, ohne Milch, ohne Nüsse und ohne Chemikalien. Die „V Delicious Show“ ist ein kulinarisches Wunderland für Vegetarier, Veganer und Menschen, die ihren Verbrauch von tierischen Produkten vermindern möchten. Hier gehen die Besucher ganz in ihrer Leidenschaft für vegetarische und vegane Speisen, für Getränke und für den dazugehörigen Lebensstil auf.

10. Die Show- und Koch-Tour

Dauer: ein bis zwei Messetage

Länge: auf dem ganzen Gelände

Hallen: 1.2b, 4.2, 5.2a, 5.2b, 25, 20, 21b, 21a, 22a, 22b, 26a, 26c, 23b, 14.1, 8.1, 8.2, 3.2, 12, 9

Eingang: alle Eingänge

Ticketempfehlung: Tagesticket

Grüne Woche–Bretter, die die Welt bedeuten

Auf der Grünen Woche wird nicht nur bühnentauglich gekocht, was das Zeug hält. Die Mitwirkenden haben auch ein spannendes und unterhaltsames Showprogramm für Sie zusammengestellt. Besuchen Sie mit der Show- und Koch-Tour die Bühnenhighlights 2015!

Zum Empfang bittet Bio-Spitzenkoch Dr. Harald Hoppe auf der Bio-Bühne in Halle 1.2b mit einem leckeren Smoothie. Auf dem Programm stehen außerdem regionale Spezialitäten, sinnliche Wein- und Käsedegustationen sowie Tipps und Tricks für die eigene Küche. Moderatorin Sylvia Acksteiner diskutiert Präsentations- und Talkformate zum Thema Bio-Lebensmittelmarkt mit prominenten Politikern, Ausstellern, Experten und Schulklassen.

Der nächste Akt findet in Halle 4.2 statt. Das Nonstop-Bühnenprogramm auf der LandSchau-Bühne der Agrarsozialen Gesellschaft mit Gesprächsrunden, Musik, Artistik, Kochshows und Verkostungen macht „Lust aufs Land“. In der Dorfküche werden regional spezifische Gerichte aus den jeweiligen Erlebnisdörfern gekocht und verkostet. Gleichzeitig sind Sie eingeladen, mitzumachen und zum Beispiel Kartoffelpuffer mit Apfelmus selbst zuzubereiten.

Die Halle 3.2 wird während der Grünen Woche zum ErlebnisBauernhof. Täglich lockt hier das TV-Studio mit spannenden Talks auf der Couch, die TV Berlin aufzeichnet, und brutzelnden Vorführungen in der Showküche. Auf der großen Bühne stehen für den großen Auftritt bereit: die Schlagermafia in Elvis-Manier (23.1., 18 Uhr), der Gelehrte Bauer mit seinen gesungenen Geschichten (17.1., 18 Uhr) und viele mehr.

In enger Kooperation mit radioBERLIN 88,8 und der Zeitschrift GartenFlora wird in der Blumenhalle 9 ein interessantes und abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Vorträgen, Musikdarbietungen und Diskussionsrunden präsentiert.

Die Elite der Tierwelt hat sich in Schale geworfen und erwartet Sie in Halle 25. Erleben Sie spannende Vorführungen und Wettkämpfe in Stadionatmosphäre! Wenn Sie die Füße kurz ausruhen wollen, bieten sich die erhöhten Restaurantplätze des Besucherzentrums an, von dem Sie einen fantastischen Blick in die Manege haben. Ab dem 19. Januar gibt es täglich dreimal ein buntes Schauprogramm sowie Rassepräsentationen. An den Wochenenden genießen Sie die großen Bundesschauen oder den der Berlin-Brandenburger Fahrsport-Hallen-Cup von der Tribüne aus.

Nebenan in Halle 26a warten die Jäger mit „Wilden Happen“ auf Sie! Täglich werden Spezialitäten vom heimischen Wild wie herzhaftes Gulasch, Wildbratwurst oder saftiger Schinken frisch angeboten. Unter dem Motto „Wild aus der Region“ kann hier alles probiert und gekauft werden. In der Heimtier-Arena in Halle 26c präsentieren Ihnen die Macher täglich amüsante Hundeshows und Rassehundevorstellungen.

Auf der Bühne der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und des Bunds für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) wird drei Mal täglich fulminant gekocht. In der Showküche der Halle 22a bereiten hochrangige Gäste ausgewählte Speisen mit täglich wechselnden Rezepten zu, die Sie zu Hause ganz leicht nachkochen können. In der „Heimatküche“ in Halle 22b können Sie echten Landfrauen verschiedener Regionen Bayerns in den Kochtopf schauen. Die Bajuvaren kommen mit insgesamt 2.000 Mitwirkenden nach Berlin.

Und Sie kennen das sicher auch: im Kühlschrank bleibt das eine oder andere liegen, weil es auf den ersten Blick nicht kompatibel mit dem Rest der Waren erscheint oder schon die erste dunkle Stelle hat. Durchschnittlich wirft so jeder von uns im Jahr 82 Kilogramm Lebensmittel weg. Was man mit all diesen Produkten noch kochen kann, zeigt der Berliner Gemeinschaftsstand unter dem Motto „Eat the Rest“ in Halle 21b. Als Showprogram präsentieren die Landesbühnen Sachsen Musicals und eine preisgerühmte Rockband.

Die Bundesländer konkurrieren freundschaftlich miteinander um das beste Unterhaltungsprogramm. In Halle 21a gestaltet zum Beispiel Antenne Brandenburg das rasante Bühnenprogramm. Mecklenburg-Vorpommern hat in Halle 5.2b Musik, Unterhaltung und Tanz zu bieten. Es gibt Shanty und Lieder aus der Region bis hin zu Dixieland- und Partymusik an den drei langen Messetagen.

Bremen und Bremerhaven präsentieren das Seefischkochstudio. Hintergrundwissen zur Zubereitung von Krustentieren, Lachs und Scholle gibt es hier frei Haus. Bei der Kochshow in Halle 20 zeigen die Chefs bühnentauglich, wie Fisch und Co am besten gelingen. Und noch mehr Fisch bekommen Sie, wenn Sie jetzt einmal auf die andere Seite des Funkturms flanieren: Das Fisch-Informationszentrum FIZ in Halle 14.1 wartet zum feierlichen Abschluss der Show- und Koch-Tour mit Live-Kochvorführungen auf Sie! Es gibt Tipps und Tricks rund um das Thema Fisch: Wie geht fettfreies Braten auf Backpapier? Und welche sind die feinsten Appetithappen frisch aus der Pfanne?

Das diesjährige Partnerland Lettland in Halle 8.2 hat selbstverständlich auch eine große Bühne mit buntem, typisch lettischem Programm.