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IGW-Startup-Days 2019

„Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wollen wir mit den IGW-Startup-Days 2019 wieder zeigen, dass junge Unternehmen mit ihren oft unkonventionellen Ideen die Zukunft der Lebensmittelbranche aktiv mitgestalten können und müssen!“

- Lars Jaeger, Projektleiter der Internationalen Grünen Woche, Messe Berlin

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Mittwoch, 23. Januar und Donnerstag, 24. Januar 2019

An diesen zwei Tagen dreht sich im Professional Center der Internationen Grünen Woche alles um Startups. Mit den IGW-Startup-Days gibt die Messe Berlin jungen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche die Möglichkeit, mit wichtigen Entscheidern aus dem Lebensmitteleinzelhandel und anderen Experten und Multiplikatoren in Kontakt zu kommen: 20 ausgewählte Gründer wetteifern in Pitch-Sessions um die Gunst der Jury und stellen in einem Ausstellungsformat ihre Geschäftsidee und Produkte vor. Food-Experten, Förderer und andere Mitgestalter der Lebensmittelbranche zeigen in spannenden Key Notes, was die Szene aktuell bewegt. Der Zutritt zum Professional Center ist nur Fachbesuchern der Internationalen Grünen Woche möglich.

Die Ausschreibung für 2019 ist online!

Wer kann sich bewerben? Wie kann man teilnehmen? Welche Informationen muss man einreichen?

Diese und weitere Fragen beantworten wir in unseren Ausschreibungsunterlagen (PDF, 117,8 kB). Für die Bewerbung bitten wir kurzum um eine aussagekräftige Darstellung von Geschäftsidee, Produkt und Team. Selbstverständlich freuen wir uns auch über begleitendes Bildmaterial. Die Einreichung erfolgt formlos per E-Mail an Carina Freutsmiedl.

Ende der Bewerbungsfrist ist Freitag, 12. Oktober 2018.

Aus den Einreichungen wird die Jury gemeinsam mit der Messe Berlin 20 Bewerber auswählen, die zum IGW-Startup-Day eingeladen sind. Bekanntgabe und Benachrichtigung der Gewinner erfolgt am Montag, 19. November 2018.


KONTAKT für Teilnehmer

factum Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Frau Carina Freutsmiedl
T +49 89 8091317 42
F +49 89 8091317 90
freutsmiedl@factum-pr.com

Messe Berlin GmbH / Internationale Grüne Woche
Frau Claudia Bach
T + 49 30 3038 2027
F + 49 30 3038 91 2027
bach@messe-berlin.de

Die Jury
Die Jury

Die Jury

Vertreter des Handels, Experten aus dem Lebensmittelbereich und Startup-Förderung:


Experten-Blog: Unsere Jury-Mitglieder im Geschmackstest

Startup

Sie brauen in WG-Küchen, tüfteln an Hochschulen oder bewirtschaften Höfe und Felder. Sie gehen neue Wege bei der Produktion, arbeiten mit innovativen Zutaten oder ecken mit Konventionen in ihrer Branche an. Sie sind mutige Quereinsteiger, Innovatoren im eigenen Handwerk oder ökologische Überzeugungstäter. Die Rede ist von Food-Gründerinnen und -Gründern. Mit dem IGW-Startup-Day schafft die Internationale Grüne Woche Berlin seit 2018 eine Bühne und vor allem ein Netzwerk für diese Vertreter der Lebensmittelwirtschaft, die beeinflussen, was morgen auf dem Teller landet – und vor allem wie.

Der Gründeralltag ist nicht leicht. Produkte müssen entwickelt, Investoren besänftigt und Produzenten kontrolliert werden. In dieser Phase wird Geld meist erst dann verdient, wenn die Ware im Regal steht – und das passiert häufig spät. Einen oder mehrere Tage kaum erreichbar; und wichtige Kollegen und Partner verdonnert zur Betreuung eines Messestands: eigentlich unvorstellbar für viele kleine Lebensmittel-Unternehmen. Doch die Internationale Grüne Woche überzeugt heute mehr denn je als ultimatives Netzwerk für Food-Startups. An keinem anderen Ort ist der Weg zum Einkäufer aus dem Lebensmittelhandel so kurz, nirgendwo sonst die Mischung aus B2B- und B2C-Zielgruppe so ausgewogen. Die Messe bietet die perfekte Basis für Vertrieb, Wettbewerberbeobachtung und den persönlichen Zugang zu Konsumentengruppen. So auch bei den IGW-Startup-Days am 23 und 24. Januar 2019 in Berlin.

Wichtige Impulse für die Lebensmittelwirtschaft

Mit den Startup-Days der Internationalen Grünen Woche schafft die Messe Berlin ein Angebot, das vor allem den Bedürfnissen der Gründerinnen und Gründer nach fachlichem Netzwerk und Kontakten zur Lebensmittelwirtschaft Rechnung trägt. Pitches und Präsentationsmöglichkeiten im Professional Center sorgen für ein rundes Forum für alle Beteiligten. „Wir möchten ein nachhaltiges Netzwerk schaffen und ein konzentriertes und sinnvolles Format anbieten. Die Startup-Days werden daher bewusst in einem fachlichen Umfeld geplant – junge Unternehmen sind für uns Partner der Messe Berlin von morgen“, so Lars Jaeger, Projektleiter der Internationalen Grünen Woche.

„Essen ist Lebensstil, es ist Thema von Debatten der Öffentlichkeit, es ist Trend und Meinung in den sozialen Medien – es ist Identität. Auch diese Dimensionen möchten wir auf den Startup-Days zeigen“ – Claudia Bach, Projektverantwortliche für die Startup-Days der Messe Berlin

Mit den Startup-Days möchte man auch aktuelle Themen um Food positionieren und den Wandel des Konsumentenverhaltens abbilden. Zwar gestalten die Big Player zum Großteil das Angebot, dennoch setzt der Lebensmitteleinzelhandel auch verstärkt auf innovative, kleinere Anbieter. Sogenannte Microbrands bedienen das gewachsene Bedürfnis der Konsumenten nach Unterschiedlichkeit in Geschmack, Herkunft des Produktes, Herstellung und oder der Vereinbarkeit mit gesundheitlichen, lebensanschaulichen oder religiösen Ernährungsgewohnheiten. Die Unterschiedlichkeit der Kundenbedürfnisse hat enorm zugenommen, und nicht nur im Supermarktregal wird es bunter. „Essen ist Lebensstil, es ist Thema von Debatten der Öffentlichkeit, es ist Trend und Meinung in den sozialen Medien – es ist Identität. Auch diese Dimensionen möchten wir auf den Startup-Days zeigen. Mit Vertretern aus LEH und Produktion, aber auch Influencern und Agenda-Settern wie Journalisten zeichnen wir mit den Startup-Days ein authentisches Bild der aktuellen Food-Welt“, so Claudia Bach, Projektverantwortliche der Messe Berlin für die Startup-Days 2019.

Diese fünf Buzzwords zu den aktuellen Food-Trends musst du kennen!

Trends kommen und gehen. Aber nur die wenigsten etablieren sich dauerhaft. Das betrifft auch Trends der Lebensmittelbranche. Erinnert ihr euch noch an die Pizza in der Tüte, mit der Unternehmer im Jahr 2010 der klassischen Pizza Konkurrenz machen wollten? Eben! Ein ursprünglicher Trend, der sich dagegen etabliert hat, sind Smoothies als Fertigprodukt. Die gab es früher nur in ausgewählten Saftbars und heute in jedem Supermarkt. Auch im Jahr 2018 tut sich etwas in der Branche und neue Trends strömen auf den Markt. Wir sind gespannt, welche Trends wir auf den Startup-Days entdecken werden und stellen euch schon einmal fünf Buzzwords vor!

Blockchain – mit der Bitcoin-Technologie zu mehr Transparenz in der Lebensmittelwirtschaft

Eine Frage, die sich viele Personen und Unternehmen stellen, ist: Woher kommt mein Essen eigentlich? Bisher war das für Privatpersonen sehr schwer nachvollziehbar und auch Unternehmen mussten sich durch unzählige Datensätze tummeln, bis sie die entsprechenden Informationen hatten. Blockchain – eine Erfindung, die eigentlich aus der Welt der Kryptowährung bekannt ist – liefert jetzt Abhilfe. Personen könnten in Zukunft mit Hilfe von Blockchain in Sekundenschnelle beispielsweise den Ursprung ihrer Schokolade und deren Zutaten nachvollziehen. Das gilt natürlich ebenso für alle anderen Lebensmittel. Auch die verschiedenen Zwischenstopps des Lebensmitteltransports können getrackt werden. Für Privatpersonen bedeutet das, dass sie ihre Lebensmittel bewusster kaufen können, da sie genau wissen, woher sie stammen. Sie können ebenso nachvollziehen, was das Bio-Label der Verpackung eigentlich genau bedeutet. Aber auch für die Industrie bietet Blockchain Vorteile, so können zum Beispiel kontaminierte Lebensmittel viel schneller aus dem Verkehr gezogen werden.

Levante-Küche – Neue Gewürze und Gerichte aus dem Morgenland

Verschiedene, unbekannte Düfte ziehen momentan durch so manches Restaurant. Viele der Gäste wundern sich bestimmt, was sich da mit Zimt, Koriander, und Ähnlichem vermischt. Es ist die Levante-Küche mit ihren arabischen und israelischen Gewürzen. Sie beweist, dass sich aus der Vermischung von verschiedenen Traditionen und Geschmäckern oftmals spannende Symbiosen ergeben. Seitdem Köche in der israelischen Gastroszene ihre traditionellen Gerichte mit der arabischen Küche kombinieren, entfacht die Levante-Küche einen ganz neuen Hype, der auch hierzulande durch den Zuzug von Geflüchteten oder israelischen Einwanderern hohe Wellen schlägt.

Mit Hightech gegen Umweltverschmutzung

Im Gegensatz zur Levante-Küche, die auf alten Traditionen beruht, forscht die Lebensmittelindustrie zu neuen Technologien. So will sie dem Einwegplastik und der damit einhergehenden Verschmutzung von Umwelt und Ozeanen den Kampf ansagen. Prominente Unterstützung erhält die Forschung dabei vom britischen Königshaus, das in diesem Jahr kurzerhand jegliches Einwegplastik aus dem Buckingham Palast verbannte. Auch ein bekannter Hersteller aus dem Getränkehandel ruft aktuell mit prominenter Unterstützung zu Demonstrationen gegen das Einwegplastik auf. Gleichzeitig verfolgt die Forschung erste Ansätze und geht einen anderen Weg: Denn sie fokussiert sich auf nachhaltigere Verpackungen, die komplett recyclebar sind, und will beispielsweise mit Geschirr aus Palmblättern und Zuckerrohr das Polypropylen aus der Gastronomie und den Privathaushalten verdrängen.

Female Connaisseurs – Neue Geschmackserlebnisse durch Spitzenköchinnen

Ein weiterer Trend, der versucht, bestehende Strukturen aufzubrechen, ist die Zunahme von Female Connaisseurs. Durch den Gender Shift, also das Auflösen der traditionellen Geschlechterrollen, nehmen Frauen immer mehr Spitzenpositionen in der noch sehr männerdominierten Gastronomiewelt ein. Weibliche Küchenchefs, Sommelièren und Winzerinnen setzen klare feminine Akzente in der Küche. Sie setzen sich zunehmend gegen männliche Mitbewerber durch und verbreiten somit ganz neue Geschmackserlebnisse. Diese verbreiten Frauen auch in der internationalen Food-Blog-Szene, die – genauso wie viele Fachredaktionen aus dem Ernährungsbereich – bereits fest in weiblichen Händen liegt.

Cannabis Cooking – Kochen mit untypischen Zutaten

Neue kulinarische Akzente werden aber auch durch neue und ungewöhnliche Komponenten wie Cannabis gesetzt. In Regionen, die das Thema Marihuana-Konsum nicht so restriktiv behandeln wie Deutschland, verwenden Köche und zunehmend Köchinnen Cannabis als Zutat für neue Geschmacks- und Rauscherlebnisse. Der Kreativität von Köchen in Kanada, Spanien oder dem US-Staat Colorado sind keine Grenzen gesetzt. Sie können sich voll und ganz auf ihre neue Zutat konzentrieren und neue Gerichte kreieren. Ein Drei-Gänge-Menü, bestehend aus einem Gurken-Cannabis-Salat, Spaghetti in Rucola-Cannabis-Pesto und einem CannaChoc-Eis, hört sich erstmal ungewohnt aber dennoch lecker an. Im Vordergrund steht anders als vermutet vor allem der kulinarische Genuss. Außerdem gilt Hanf als neues Superfood, denn dessen Samen, die man vielfältig einsetzen kann, enthalten wertvolle, ungesättigte Fettsäuren und hochwertige Proteine. Na dann: Bong Appétit.

Wir bleiben gespannt, welche Trends sich durchsetzen werden und vielleicht auch auf den Pitches der Startup-Days 2019 dabei sind!

Dr. Christian Bock
Dr. Christian Bock

Geld verdienen im Schlaf: Mit einem Food-Startup endlich richtig reich werden!

Dr. Christian Bock treibt als Finanzexperte und Bereichsleiter des Fördergeschäfts der Rentenbank die Förderung der Agrar- und Ernährungswirtschaft voran. Der Fokus liegt auf der klassischen Refinanzierung von Projekten rund um die Agrarwirtschaft. Mit dieser Expertise und viel Branchen-Know-how fördert die Rentenbank aber auch neue Trends und stärkt die Vernetzung junger Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft. Denn neben einer guten Idee und einer großen Portion Gründerenthusiasmus brauchen deutsche Food-Gründerinnen und -Gründer zur Verbesserung des Tierwohls oder für neue ressourcenschonende Verfahren in der Produktion mehr als nur eine Finanzierung.

  • Herr Dr. Bock, ich möchte mit meinem Startup die Welt verbessern; Wie kann ich meine Idee finanzieren?

Als Startup gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Startkapital einzuwerben. Die Palette reicht vom klassischen Bankdarlehen bis hin zum Business Angel und ist somit recht breit und gemischt. Eine gute Option in dieser Palette ist das Gründerstipendium EXIST. Es ist geeignet für alle technologieorientierten Startups, die sich aus dem universitären Umfeld ausgründen. Die Rentenbank bietet den Unternehmen, die vor der Markteintrittsphase sind, einen Zuschuss aus ihrem Innovationsfonds an. Allerdings ist unsere Erfahrung, dass ein gutes Netzwerk und ein fundiertes Coaching ebenfalls wichtig für Startups sind. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Frankfurter TechQuartier einen „Agrar-Akzelerator“ initiiert, in dem ab Dezember 2018 Startups in einem Bootcamp gecoacht werden.

  • Wann trifft ein Food-Startup Ihren Geschmack?

Wenn es aktuelle Problemstellungen der Lebensmittelwirtschaft aufgreift, dafür Lösungen entwickelt und somit einen echten Mehrwert für die Branche generiert. Die Ansatzpunkte können ganz unterschiedlich sein. Entscheidend ist, dass ein Zusatznutzen geschaffen wird. Mich begeistern besonders Ideen, die alte Produkte „neu denken“ und in neuer Form wieder zurück auf den Markt bringen.

  • Was schmeckt Ihnen an der Ernährungsindustrie überhaupt nicht und auf welche Lösung warten Sie?

Was mir gar nicht schmeckt? Das ist schwer zu sagen. Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass branchennahe und bodenständige Ansätze sinnvoll sind, um die Ernährungswirtschaft weiter zu entwickeln. Ob zu diesem Entwicklungsprozess ein Startup beitragen kann, das in Reagenzgläsern Fleisch züchtet, da bin ich skeptisch. Bei Lebensmitteln sollte immer noch gelten: „What you see is what you get“. Es werden derzeit viele Lösungen und gute Strategien für die Ernährungswirtschaft entwickelt. Ich hoffe, dass diese Projekte Schule machen. Wenn ein Konzept, beispielsweise zur Vermarktung von regional erzeugten Lebensmitteln, an einem Ort funktioniert, dann sollten wir versuchen, es auf andere Orte zu übertragen und die Idee und den Nutzen weiter zu verbreiten.

Karina Bostelmann
Karina Bostelmann

Vom heimischen Feld auf den Teller: Sind regionale Lebensmittel das neue Superfood?

Karina Bostelmann liebt die Abwechslung – auf dem Speiseplan ebenso wie im Arbeitsalltag. Für das Magazin FOOD & FARM aus dem Deutschen Landwirtschaftsverlag besucht die Journalistin Menschen, die den Quereinstieg in die Landwirtschaft gewagt haben. Sie schaut sich bei Rinderzüchtern, Kartoffelbauern und Saatgut-Startups um, bittet Profi-Köche zum Tütensaucen-Test, interviewt Erntehelfer in Indien oder Indonesien. Sie weiß außerdem schon jetzt, welche Foodtrends uns morgen auf Speisekarten oder im Supermarkt begegnen werden. Für jede Ausgabe des Magazins bitten Karina Bostelmann und ihre Kollegen Landwirte und Verbraucher an einen Tisch. Dann werden auch unbequeme Fragen nicht gescheut – schließlich wollen alle wissen, was man isst.

  • Frau Bostelmann, regional ist automatisch gut! Ihre wohlwollende Meinung als Produkttesterin habe ich doch, wenn mein Produkt regional ist, oder?

Es gibt viele gute Gründe, die für den Kauf regionaler Lebensmittel sprechen – vor allem ökologische. Aber der jeweilige Geschmack spielt für mich genauso eine wichtige Rolle. Wenn der Bauer um die Ecke Erdbeeren anbaut, die wässrig und fade schmecken, dann entscheide ich mich durchaus auch mal für Erdbeeren, die etwas weiter weg geerntet wurden. Oder ich verzichte ganz darauf. Egal, wo ein Produkt geerntet wurde: Genuss muss dabei sein!

  • Wann trifft ein Food-Startup Ihren Geschmack?

Damit ich überhaupt Lust aufs Kennenlernen bekomme, müssen auch die Aufmachung eines Produkts oder das Firmenlogo einladend aussehen. Als Redakteurin empfehle ich unseren Lesern keine Produkte, die lustlos gestaltet wurden. Und natürlich muss ein Lebensmittel mindestens so gut schmecken, wie es aussieht. Wenn ein Food-Startup seine Produkte ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich fair herstellt, ist das für mich ein ganz dicker Pluspunkt. Neugierig macht mich als FOOD & FARM-Redakteurin jedes Startup, das im engeren oder weiteren Sinne mit Landwirtschaft zu tun hat.

  • Was schmeckt Ihnen an der Ernährungsindustrie überhaupt nicht und auf welche Lösungen warten Sie?

Die Themen, die mich bewegen, sind genau die gleichen, über die in FOOD & FARM Landwirte und Konsumenten miteinander diskutieren. Das ist zum Beispiel der Einsatz von Glyphosat oder anderen Pflanzenschutzmitteln. Vor allem aber befasse ich mich persönlich stark mit moralisch-ethischen Fragen rund um die Haltung von Tieren. Ich wünsche mir mehr Transparenz beim Thema Tierwohl.

Gerald Dohme
Gerald Dohme

Was der Bauer nicht kennt, macht er zu einem Startup!

Als Teil der Geschäftsführung des Deutschen Bauernverbandes, dem Spitzenverband der deutschen Landwirtschaft, setzt Gerald Dohme da an, wo alles entsteht. Mit 18 regionalen Landesbauernverbänden und über 20 assoziierten Mitgliedern des Deutschen Bauernverbandes wird politische Interessenvertretung für den bäuerlichen Berufsstand kraftvoll betrieben. Ein spannendes Unterfangen, denn seit nun mehr gut zwei Jahren vertritt er erfolgreich deren politischen Interessen mit. Seine tiefe Leidenschaft für die Lebensmittelbranche kommt darüber hinaus in der Bekleidung eines Vorstandsamtes des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde zum Ausdruck. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement im Vorstand schlägt sein Herz besonders für junge Gründer. Auch durch seine Erfahrungen als Executive Coach hat er aufstrebenden Gründerinnen und Gründern einiges an Expertenwissen zu bieten.

  • Im Januar werden voraussichtlich vor allem neue Produktinnovationen vorgestellt. Doch was sind Innovationen in der Landwirtschaft, die auf jahrhundertealten Traditionen fußt: Wo herrscht hier Innovationsbedarf?

In der Landwirtschaft gibt es im Bereich Obst- und Gemüsebau sicher noch einiges an Potential abzuschöpfen. Durch Züchtungen und Kreuzungen sind in diesem Sektor immer wieder neue Produktkreationen möglich. In der Vergangenheit ist es einem Startup beispielsweise gelungen, eine neue Range aus direkten gepressten Pflanzensäften zu entwickeln und diese einer gänzlich neuen Käuferschicht zugänglich zu machen. Die Verwertung von Fleischextrakten, welche im Zuge der Nutztierhaltung entstehen, ist ein ähnliches Beispiel. Grundsätzlich freue ich mich über jede Art von Innovation, die agrarische Produkte als Basis haben.

  • Wann trifft ein Food-Startup ihren Geschmack? Was sind ihre Bewertungskriterien?

Mich begeistern Produkte, die wirklich neu sind. Also eine neue Sensorik oder ein anderes noch nicht da gewesenes Geschmackserlebnis mit sich bringen. Von persönlichem Interesse ist für mich auch die Frage, ob das Produkt LEH-tauglich ist. Produkte, die großen Käuferschichten zugänglich gemacht werden können, sind auf dem Lebensmittelmarkt gesucht. Natürlich haben auch Nischenprodukte ihre Berechtigung. Nicht außer Acht zu lassen ist außerdem der Herstellungsprozess. Hier steht Nachhaltigkeit für den gesamten Herstellungsprozess, vom Rohstoff bis hin zum fertigen Produkt, im Fokus meiner Beurteilung.

  • Was schmeckt Ihnen an der Ernährungsindustrie überhaupt nicht und auf welche Lösung warten Sie?

Zunächst einmal versorgt uns die mittelständische Ernährungsindustrie stabil und sicher mit Top-Produkten. Ein großer Anteil aller in Deutschland produzierten Lebensmittel landet jedoch im Müll; das ist schade und muss nicht sein. Ein deutlicherer Standpunkt der Ernährungsindustrie könnte helfen, diesem Umstand entgegenzuwirken. Gerade den agrarischen Rohstoffen sollte eine hinreichende Würdigung entgegengebracht werden. Das Problem tangiert neben der Ernährungsindustrie vor allem den Handel, weshalb hier gemeinsam mehr Verantwortung übernommen werden muss. Das Thema Wertschätzung gilt es darüber hinaus nicht nur beim Endprodukt mit zu bedenken, sondern bereits ab Beginn der Produktionskette.

Gabriele Giesler
Gabriele Giesler

Nur noch Kokosöl: So gefährlich ist das Leben als Food-Redakteurin wirklich!

Unser Jury-Mitglied Gabriele Giesler im Geschmackstest.

Stoffwechselaktivierend, fettab- und muskelaufbauend: Sie testet die neuesten Diäten und Ernährungstrends auf dem eigenen Teller und am eigenen Leib. Gabriele Giesler ist keine Maschine, sondern als studierte Oecotrophologin Profi rund um das Thema Ernährung. Seit fast 7 Jahren betreut die Ernährungswissenschaftlerin den Food-Bereich bei den Magazinen Women‘s Health und Men‘s Health und hat schon mehrere Kochbücher veröffentlicht. Wenn sie gerade nicht irgendetwas quellen lässt, schreibt sie über die Foodtrends der Nation. Auch die Startups der Internationalen Grünen Woche knöpft sie sich persönlich vor.

  • Frau Giesler, wie gefährlich ist ihr Job? Bekommt man als Food-Redakteurin überhaupt noch eine bezahlbare Berufsunfähigkeitsversicherung?

Zum Glück habe ich tolle Kollegen, die mir immer den Rücken freihalten. Aber tatsächlich bekommen wir sehr viele Dinge in die Redaktion geschickt, die dann selbstverständlich auch getestet werden müssen. Das ist nicht immer schön. Und natürlich überwiegen bei uns die guten Seiten als Dauertester. Die größte Verletzungsgefahr besteht wahrscheinlich in der Mittagspause. Um diese Zeit wird bei uns nämlich sehr viel Sport gemacht – und der ist ja bekanntlich Mord.

  • Wann trifft ein Food-Startup Ihren Geschmack?

Generell lege ich großen Wert auf Nachhaltigkeit, denn unsere Erde ist langsam erschöpft. Von daher muss neben dem Produkt auch die komplette Wertschöpfungskette durchdacht sein, damit diese möglichst fair und ökologisch neutral ist. Das Produkt selbst besticht besonders durch seine Neuheit. Wird eine bestehende Marktlücke geschlossen und ein lang existierendes Bedürfnis befriedigt ist das natürlich toll. Bereits vom Markt abgedeckte Produkte wie Smoothies, Energydrinks oder Proteinriegel können zwar auch überzeugen, haben aber ein schwereres Standing. Um unseren Lesern Innovation bieten zu können, bin ich persönlich immer auf der Suche nach den neuesten Trends und Produkten.

  • Was schmeckt Ihnen an der Ernährungsindustrie überhaupt nicht und auf welche Lösung warten Sie?

Nachhaltigkeit hat für mich nach wie vor einen hohen Stellenwert. Die Skrupellosigkeit, mit der sich große Konzerne an der Natur bereichern, die Umwelt verschmutzen, milliardenschwere Gewinne erwirtschaften und dabei keinerlei Ausgleich zahlen müssen, erschreckt mich. Hinzu kommen sinnlose Subventionen im Landwirtschaftsbereich, die den kompletten Markt ad absurdum führen. Mein Zukunftsideal daher: Eine Landwirtschaft ohne widersinnige Subventionen sowie eine weltweite Umstellung in der Produktion auf 100 Prozent Bio. Wünschenswert ist auch eine verstärkte regionale Produktion. Es ist ein Irrsinn, welche Wege viele Produkte zurücklegen, bevor Sie beim Verbraucher ankommen und damit meine ich nicht Mangos oder Bananen, die in Europa einfach nicht wachsen. Zudem hat die Industrie, vor allem die großen Konzerne, für ihre Hinterlassenschaften an CO2 und Co. aufzukommen. Eine anständige Besteuerung muss gewährleistet sein. Weiterhin wünsche ich mir eine klare Trennung von Politik und Wirtschaft, denn durch die große Übermacht der Lobbyisten wird sehr viel Verbraucherschutz verhindert. Und ein letzter großer Missstand: Es kann einfach nicht sein, dass sich einige wenige Konzerne auf Kosten der gesamten Weltbevölkerung am Wasser bereichern. Das Wasser dieser Erde gehört jedem und darf nicht zum Luxusprodukt werden.

Hendrik Haase
Hendrik Haase

Vollbart, Jutebeutel und Poke Bowl: So leicht baust du dir eine Food-Szene in deiner Nachbarschaft auf!

Er bezeichnet sich als „Wurstelier“, ist Architekt der deutschen Food-Szene und gleichzeitig Top-Interviewpartner und Geheimwaffe der deutschen Food-Medien. Als Journalist in seiner Nähe sollte man sein Mikro fest und den Notizblock versteckt halten, sonst verlässt man ein Treffen mit schlagkräftigen Meinungen zur deutschen Ernährungskultur oder deckt ganz nebenbei einen Lebensmittelskandal auf. Wenn Ernährungs-Anthropologen einer neuen Lebensform einmal die Überreste der Menschheit entdecken, finden sie hoffentlich einen Schädel mit Zylinder und stellen fest: Es hätte Hoffnung gegeben.

  • Herr Haase, Sie waren im Sommer in den USA: Haben Sie den Gründer-Spirit im Koffer und sind wir jetzt gerettet?

Den Gründer-Spirit habe ich auf meiner Heimreise nach Deutschland selbstverständlich nicht vergessen. Allerdings muss der Geist hier erst noch aus der Flasche gelassen werden. In Deutschland gibt es zwar einige Gründer und dementsprechend auch eine Gründer Szene, die sich stetig entwickelt, trotzdem ist sie im Vergleich zu anderen Ländern, eher schwach ausgeprägt. Am ehesten ist er noch in Berlin spürbar, für die Zukunft wünsche ich mir aber eine flächendeckende Verbreitung. Um die Entwicklung der Gründer Szene weiter zu fördern, sehe ich vor allem Handlungsbedarf seitens der Politik und Wirtschaft. Ein Blick ins Silicon Valley zeigt, wie ernst das Gründerthema in den USA genommen wird. Gründungszentren für Food Startups stellen beispielsweise Mentoren aus den Bereichen Recht, Lebensmittelchemie und Food Design zur Verfügung, um aufstrebenden Startups unter die Arme zu greifen. Ein solch professionalisiertes Umfeld wird auch in Deutschland benötigt. Besonders problematisch ist hierzulande für junge Gründer der Umgang mit den Behörden. Es steht außer Frage, dass Regularien in der Lebensmittelbranche von Nöten sind, nichtsdestotrotz haben junge Unternehmen es mit ihrer geringen Erfahrung unglaublich schwer, sich gegen die öffentlichen Behörden zu behaupten.

  • Wann trifft ein Food-Startup Ihren Geschmack?

Am spannendsten sind für mich Food-Startups, die nicht den neusten Food-Trends folgen, sondern dem Markt gänzliche neue Produktideen präsentieren, die ihrerseits zu neuen Trends führen. Das Startup, das es schafft, seine Idee von der Herstellung bis hin zum Endprodukt zu durchdenken und sich dabei von den klassischen Wegen der Produktentwicklung löst, demonstriert wahre Innovationsfähigkeit. Statt bei der Konzeption nur das fertige Produkt im Sinn zu haben, überzeugen Modelle, bei denen Kunden, ebenso wie die Zulieferer miteinbezogen werden.

  • Was schmeckt Ihnen an der Ernährungsindustrie überhaupt nicht und auf welche Lösung warten Sie?

Als besonders destruktiv erachte ich die „Opfer-Haltung“ die die Platzhirsche der Lebensmittelindustrie gerade einnehmen. Sie befinden sich zum Teil in einer regelrechten Schockstarre angesichts der vielen Kritik, die sie derzeit einstecken müssen hinsichtlich Intransparenz, Herstellungsweisen und Produktionsbedingungen. Ich denke daher, dass die Zukunft den jungen GründerInnen gehört, die jene Neuerungen und Lösungen entdecken, die der alten Lebensmittelindustrie bisher verborgen blieben. Sie werden so hoffentlich verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und den Weg in eine genussvolle Zukunft weisen.

Marcus Reh
Marcus Reh

Sexy Verführungstipps für den LEH: So kommst du ins Supermarktregal!

Unser Jury-Mitglied Marcus Reh, Abteilungsleiter Regionaleinkauf Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt der EDEKA Minden-Hannover im Geschmackstest.

Sie sind unnahbar und einflussreich. Sie entscheiden über Top oder Flop, drücken Preise und pokern knallhart. Einkäuferinnen und Einkäufer im Lebensmitteleinzelhandel sind Protagonisten vieler Albträume von Food-Gründerinnen und -Gründern: Unbegründet. Bei der genossenschaftlich organisierten EDEKA Minden-Hannover gibt Marcus Reh, Regionaleinkaufsleiter mit dem „FoodStarter“-Regal kleinen Unternehmen die Möglichkeit, sich direkt dem Verbraucher vorzustellen. Für dein Food-Startup ist er der Date-Doktor für dein wichtigstes erstes Mal: Dem Kontakt zwischen Kunde und Produkt.

  • Also Herr Reh, mal ehrlich: Outfit oder Geschenkkorb: Was ist wirklich wichtig beim Pitch vor dem Einkäufer?

Keins von beidem – es sind die Persönlichkeit und Überzeugungskraft der Gründer! Konkret heißt das: Wichtig ist die Ware mit dem richtigen Konzept und den Menschen dahinter, die etwas bewegen wollen und können. Die beste Idee ist wertlos, wenn es nicht den Menschen gibt, der davon überzeugt ist und die Idee vorantreibt.

  • Wann trifft ein Food-Startup Ihren Geschmack?

Mein Geschmack ist zweitrangig. Ich muss davon überzeugt werden, dass es vielen unserer EDEKA-Kunden schmecken wird. Darüber hinaus muss ein neues Produkt auch wirklich neu sein. Eine neue Geschmacksrichtung oder eine schicke Verpackung reichen da bei Weitem nicht aus, das kann jeder. Es müssen mehrere „neue“ Faktoren zusammenkommen, damit ein Produkt vom Kunden als neu anerkannt wird. Wichtig ist auch, dass ein Kunde im Supermarkt in Sekundenbruchteilen den Verwendungszweck und den Nutzen des Produktes für sich erkennen kann. Keiner liest gern erst lange Erklärungen auf der Rückseite.

  • Was schmeckt Ihnen an der Ernährungsindustrie überhaupt nicht und auf welche Lösung warten Sie?

Echte Innovationen kommen nur selten und von wenigen großen Herstellern. Hier können Startups eine Lücke füllen, indem sie mit frischen, frechen, neuen Produkten die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf sich ziehen.

Stefanie Sabet
Stefanie Sabet

Power für Startups: Damit die Rahmenbedingungen stimmen!

Lobbyismus für Großkonzerne? Nicht bei die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE). Sie vertritt die Interessen aller Lebensmittelhersteller. Da 90 Prozent der Unternehmen in der Ernährungsindustrie klein und mittelständisch geprägt sind – darunter auch viele Startups, sind es vor allem sie, für die BVE-Geschäftsführerin Stefanie Sabet eintritt. Sie kümmert sich mit ihrem Verband darum, dass der viertgrößte Industriezweig Deutschlands Gehör in der Politik findet und sorgt so dafür, dass Gründerinnen und Gründer ein funktionierendes Ökosystem vorfinden, das ihr Unternehmen zum Gedeihen bringt, und dass Regulierungen im Einklang mit den Herausforderungen der Lebensmittelunternehmen stattfinden.

  • Frau Sabet, beenden Sie bitte den Satz: „Der Verbraucher muss geschützt werden vor…“

…einem Konsumdiktat durch den Staat. Wenn wir als Gesellschaft Freiheiten aufgeben wollen, müssen wir diesen Schritt sorgsam prüfen. Helfen Konsumdiktate durch den Staat wirklich ein Problem zu lösen oder entwickeln wir nur eine scheinbare Sicherheit vor der Komplexität unserer Zeit? Angst vor dieser Komplexität ist heute ein lukratives Geschäft. Einige NGOs haben daraus ein Geschäftsmodell entwickelt. Vor diesem Hintergrund würde ich Aufklärung und Wahlfreiheit immer die Vorfahrt vor Konsumdiktaten geben, weil wir den Menschen Werkzeuge an die Hand geben, die sie zum Handeln befähigen.

  • Wann trifft ein Food-Startup Ihren Geschmack?

Jedes Startup, das mit seinen frischen Ideen an den Start geht, trifft meinen Geschmack. Allerdings ist es entscheidender, den Geschmack der Menschen in den Supermärkten zu treffen. Sie sind die härteste Jury der Welt und stimmen Tag für Tag ab, was in ihrem Einkaufkorb landet oder nicht. Da gelten für Startups die gleichen harten Gesetze wie für jeden anderen Lebensmittelhersteller auch. Wir beobachten, dass jedes Jahr rund 40.000 neue Produkte auf den Markt kommen. Nur was den Geschmack der Menschen trifft, kann sich auch auf dem Markt halten.

  • Was schmeckt Ihnen an der Ernährungsindustrie überhaupt nicht und auf welche Lösung warten Sie?

Ich warte nicht gern auf Lösungen, ich finde lieber welche. Das Gute an den Herstellern von Lebensmittel ist, dass sie für jeden kulinarischen Trend ein entsprechendes Angebot bereithalten. 170.000 Produkte finden sich in den Regalen der Supermärkte oder online. Keine Branche ist so innovativ wie wir. Niemand braucht also auf eine Lösung warten, um Unterstützung in seiner individuell gewählten Ernährungsweise zu finden.

Sebastian Schulz
Sebastian Schulz

Warum sollte ich im E-Food Bereich gründen? Darum!

Anfassen, riechen, probieren: Was an der Supermarkttheke oder am Marktstand möglich ist, geht im Online-Shop nicht. Trotzdem stieg laut Marktforschungsinstitut Mintel der Umsatz des Online-Lebensmittelhandels 2017 um 21,2 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Sebastian Schulz vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. setzt alles daran, dass der E-Food-Commerce nicht durch unverhältnismäßige rechtliche Rahmenbedingungen gegängelt wird und sorgt für Erfahrungsaustausch zwischen Versendern und Lebensmittelindustrie.

  • Große Player wie Amazon haben den E-Food-Markt längst entdeckt und bearbeiten diesen; Im Durchschnitt wohnt jeder deutsche Bürger nur sieben Minuten von der nächsten Einkaufsmöglichkeit entfernt: Warum sollte ich mich als Gründer überhaupt noch dem E-Food-Markt zuwenden?

Starre Öffnungszeiten, Parkplatzsuche, lange Schlangen an den Kassen, Quengelzonen und ein immer wieder gleiches Angebot. Erreichbarkeit ist doch längst nicht alles! Seit Jahren sehen wir auch im FMCG-Bereich eine schleichende Veränderung des Einkaufsverhaltens, mit der der stationäre Handel nur bedingt mithalten kann. Die freiwerdende Lücke wird schon heute, erst recht aber in der nahen Zukunft, durch digitale Angebote geschlossen. Richtig ist, dass „first mover“ auch hier die Nase vorn haben werden. Richtig ist aber auch, dass der Markt angesichts der zu erwartenden Nachfrage viele weitere Player gut gebrauchen kann. Das FORUM Lebensmittel des bevh bildet genau diese gesamte Bandbreite an Unternehmen ab und sorgt hier für Know-how-Transfer.

  • Wann trifft ein Food-Startup Ihren Geschmack?

Online-Supermärkte sind eine tolle Sache, um den täglichen Bedarf zu decken. So weit, so klar. Neue Angebote werden für mich dann interessant, wenn sie entweder den eigenen kulinarischen Horizont erweitern oder wenn sie sinnvoll in meine täglichen Abläufe eingreifen und mich darüber entlasten. Denn auch ich zähle zu der Kundengruppe, die das Einkaufen von Klopapier und Spülmaschinentabs als nur bedingt lustvoll empfinden und die die wenige freie Zeit lieber mit den Kindern als im Supermarkt verbringt. Und wenn mir ein digitales Angebot bei einem breiten Warenspektrum intelligente, auf meine Bedürfnisse hin zugeschnittene Such- und Selektionsfunktionen anbietet, werde ich zum treuen Stammkunden.

  • Was schmeckt Ihnen an der Ernährungsindustrie überhaupt nicht und auf welche Lösung warten Sie?

Möglichst alle Lebensmittel sollten auch über Distanz gut transportierbar sein, im besten Fall über die Verpackung Frische erhalten und zugleich Kreuzkontamination und eine negative Beeinflussung der Sensorik vermeiden. Wenig versandfreundliche Verpackungen vermasseln zudem nicht nur das Handling, sondern auch den CO2-Footprint. Verpackungsentwickler müssen hier dringend nachsitzen.


Rückblick

Gewinner Startup-Day 2018
Gewinner Startup-Day 2018

Die Gewinner 2018

Die Sieger des ersten Startup-Days der Internationalen Grünen Woche stehen fest.

Der erste Preis geht an nearBees ein Vertriebsportal aus München für regionale Honigproduzenten aus dem gesamten Bundesgebiet mit dem Motto: „Finde Honig von nebenan“, das sich sowohl an den Einzelhandel als auch an Endverbraucher richtet.

Der zweite Preis geht an Bickus aus Nordhessen. Unter diesem Namen haben sich Höfe zusammengeschlossen, die das Fleisch von Legehennen zu Essen verwerten, anstatt die Tiere, wenn sie keine Eier mehr legen, der Industrie zu überlassen.

Den dritten Preis schließlich vergab die Jury an Hiddenseer Kutterfisch eine Fischkonservenproduktion auf Rügen, die sich nicht nur der Förderung regionaler Produkte verschrieben hat, sondern mit ihren Aktivitäten auch den Erhalt der Stellnetzfischerei vor der Insel fördern will.

Die Finalisten 2018

Adam & Eva GbR- Cider vom Bodensee

Bearprotein - Bio-Insektensnack

Bickus - Fleischprodukte aus Bio-Legehennen (2. Platz)

Bone Brox - Knochenbrühe und mehr

Caté goods GmbH - Erfrischungsgetränk auf Kaffeeschalenteebasis

Disco Limo - Bio-Zitronenlimo mit Koffein

Dörrwerk - Faire und nachhaltig produzierte Obst- und Gemüsesnacks

FitBy - Backmischungen mit mehr Eiweiss

Guzinos - Gemüsesnacks

Hiddenseer Kutterfisch - Fischkonserven: fair & local (3. Platz)

Kale and me - Grünkohlsäfte und mehr

kraftfleisch - Rindfleisch-Snack

Löffelkompott - Kompott von "my Oma"

Mühlenfeld GmbH - Zwiebeleien

NearBees - Portal für regionalen Honig (1. Platz)

Philosoffee - Cold Brew Kaffeespezialitäten

Skadi - Cocktail-Eis

Wilder Heinrich - Wild aus Freier Wildbahn

wisefood GmbH - essbare Trinkhalme

Zveetz - natürliche, zuckerfreie Fruchtgummis

Marla beim Startup-Day 2018

Wir danken der Jury:

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