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IGW Digital News

21. Januar 2021

Bio, regional, saisonal – besser essen in Berlin

Bio, regional, saisonal – besser essen in Berlin
„So gelingt die Ernährungswende in den Berliner Kantinen“ Dr. Philipp Stierand, Projektleiter // Geschäftsführer Kantine Zukunft // Speiseräume F+B GmbH; Dirk Behrendt, Senator, Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung; Dinah Hoffmann, stlv. Projektleiterin, Kantine Zukunft; Harald Eck, Sachgebietsleiter, Mitarbeitergastronomie & Konferenzservice, BVG Berliner Verkehrsbetriebe; Patrick Wodni, stlv. Projektleiter, Kantine Zukunft (v.l.n.r.)

„Über unsere Ernährung können wir entscheiden, wie wir leben wollen und wir können Antworten auf aktuelle Herausforderungen geben – den Klimawandel, Fragen der sozialen Gerechtigkeit, Gesundheit oder die regionale Wirtschaftsförderung“, sagt Dirk Behrendt, Berliner Senator für Verbraucherschutz auf der IGW Digital. Aus diesem Grund hat das Bundesland Berlin eine eigene Ernährungsstrategie entwickelt. Im Zentrum der Strategie steht die Verwendung und Förderung von mehr biologischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Dies betrifft Schulen und Kantinen in der ganzen Stadt, die diese Strategie mit zahlreichen Konzepten unterstützen. Auf der IGW Digital wurden einige Projekte der Berliner Ernährungsstrategie vorgestellt:

Kantine Zukunft Berlin

Ein wesentlicher Bestandteil der Berliner Ernährungsstrategie ist die „Kantine Zukunft Berlin“. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Berliner Gemeinschaftsgastronomie weiterzuentwickeln. Dabei greift „Kantine Zukunft Berlin“ den Kern der Berliner Ernährungsstrategie auf: Lecker essen und gleichzeitig stärker auf  biologische, regionale und saisonale Produkte setzen.

Ein Trainerteam arbeitet gemeinsam mit den Küchenteams vor Ort über einen halbjährigen Zeitraum hinweg. Auf diese Weise entsteht ein neues Angebot, der Einkauf wird verändert und interne Prozesse werden optimiert. „Wir gehen mit 60 Prozent Bio in die Küchen. Das ist unser Hauptanspruch, den wir realisieren wollen“, so Dr. Philipp Stierand von Kantine Zukunft Berlin.

United Against Waste

Gemeinsam mit seinen über 100 Mitgliedsunternehmen setzt sich der gemeinnützige Verein United Against Waste für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen in der Außerhausgastronomie ein. Über einen Zeitraum von vier Wochen werden die Abfälle der einzelnen Betriebe täglich vermessen und dokumentiert. Darauf aufbauend werden Schulungen für das Personal entwickelt, um den Abfall weitestgehend reduzieren zu können. „Wir können uns in Zukunft einfach nicht mehr leisten, 30 Prozent unserer Lebensmittel wegzuschmeißen“, sagt Nadja Flohr-Spence von United Against Waste e.V. Um die Menschen in Zukunft ernähren zu können, bedarf es aktiver Ressourcenschonung, ist Flohr-Spence überzeugt.

Baumhaus Berlin

Der Projektraum Baumhaus Berlin ist eine Nachbarschaftsinitiative. Karen Wohlert definiert das Projekt als Raum für Menschen, die sich für die Transformation zur Nachhaltigkeit einsetzen wollen. Unter anderem rettet das Projekt gute und gesunde Lebensmittel in der Werkstatt LebensMittelPunkt. Die Vision sei ein Netzwerk von Depots in der ganzen Stadt, die Lebensmittel von kleinen, nachhaltig produzierenden Erzeugern aus Brandenburg zu den Menschen in den Kiezen bringen.

„Eines steht fest, an der Berliner Ernährungsstrategie sind viele Akteurinnen und Akteure beteiligt. Wir werden die Strategie weiterentwickeln, um den Anteil der biologischen, regionalen und saisonalen Lebensmittel in Berlin weiter zu erhöhen – für mehr Umwelt- und Klimaschutz, aber vor allem für die Berlinerinnen und Berliner“, so Dirk Behrendt.

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