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IGW Digital News

20. Januar 2021

Ökomodellregion Hessen als Vorreiter für nachhaltige Landwirtschaft

Ökomodellregion Hessen als Vorreiter für nachhaltige Landwirtschaft

Hessen ist geprägt von vielfältigen Landschaften. Jede davon hat ihre eigenen Strukturen und Akteur*innen, ihre besonderen Stärken, aber auch Herausforderungen. Seit diesem Jahr ist Hessen das einzige Bundesland mit einer flächendeckenden Ökomodellregion, bestehend aus acht teilnehmenden Regionen. Ökomodellregionen sind vom Land geförderte regionale Bündnisse, die den ökologischen Landbau voranbringen wollen. Das Prinzip dahinter ist einfach: Ökologischer Landbau ist besonders umwelt- und klimafreundlich. Ökomodellregionen sollen einerseits den Anteil an Bioflächen kontinuierlich erhöhen, andererseits das regionale Angebot an Bioprodukten steigern. So suchen die hessischen Modellregionen diverse Wege, um die steigende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln stärker aus der heimischen Landwirtschaft zu decken. Gleichzeitig soll das Bewusstsein der Verbraucher*innen für regionale Kreisläufe und biologisch erzeugte Lebensmittel geschärft werden.

Nachhaltig genießen: Aus Hessen für Hessen

Seit 2014 versucht das Bundesland Hessen unter Federführung der hessischen Landwirtschaftsministerin Priska Hinz die Qualität der gesamten ökologischen Wertschöpfungskette nachhaltiger und regionaler zu gestalten. Bis 2025 soll der Ökolandbau in Hessen einen Anteil von 25 Prozent an der heimischen Landwirtschaft haben. Dieses Ziel hat die hessische Landesregierung von CDU und Bündnis 90/Die Grünen in ihrem jüngsten Koalitionsvertrag festgeschrieben.

„In den kommenden fünf Jahren geht es uns vorrangig darum, die nötigen Strukturen zu entwickeln, damit regional produzierte Lebensmittel auch von den Menschen in der Region gekauft werden können. Neben Zielen wie Klimaschutz, Biodiversität und Tierwohl soll so auch die wichtige Grundversorgung mit Nahrungsmitteln in Hessen gesichert werden. In weiteren Schritten kann auch der Tourismus von den Errungenschaften der Ökomodellregionen profitieren“, sagte die Landwirtschaftsministerin Hinz.

Apfelchips gegen den Klimawandel

Die hessischen Modellregionen zeigen das breite Spektrum der ökologischen Landwirtschaft. So gibt es Bio-Streuobst-Apfelchips, die den Erhalt von Streuobstwiesen fördern oder Bio-Ökoaktionstage für die gesamte Familie. Den Erzeuger-Verbraucher-Dialog stärken die neuen (Bio-)Feierabendmärkte. Sie stehen für zahlreiche neue Vermarktungswege, die ein wichtiger Teil der Ökomodellregionen sind, da sich das Bewusstsein der Bevölkerung für gesunde und nachhaltige Nahrung in den letzten Jahren stark verändert hat. Weitere Projekte wie eine regional-übergreifende Heumilchproduktion laufen gerade an.

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