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Presse-Information

24. Januar 2018

BMZ: Schick und modisch geht auch fair und bezahlbar

„Nachhaltige Textilien - vom Baumwollfeld bis zum Bügel“: Unter diesem Motto informiert das Bundesentwicklungsministerium (BMZ), auf der Grünen Woche. Entwicklungsminister Gerd Müller: „Wenn wir in Deutschland so billig wie möglich unsere Kleidung kaufen, zahlen Menschen anderswo einen hohen Preis: 16-Stunden-Schichten, Akkordarbeit für 70 Euro im Monat, Kinderarbeit. Vom freien zum fairen Handel muss auch für unsere Kleidung gelten. Hier setzt das 2014 gegründete Textilbündnis für nachhaltige Textilien an – konkret mit über 1.500 Verbesserungsschritten pro Jahr.“ 2017 wurden für alle Mitglieder verbindliche Ziele und Fristen beschlossen. So kommt die sogenannte ZDHC-Liste zum Tragen, mit der 160 giftige Chemikalien in der Produktion vermieden werden. Bis 2020 muss der Anteil nachhaltiger Baumwolle in der gesamten Produktion auf 35 Prozent steigen. Minister Müller und Barbara Meier, BMZ-Textilbotschafterin und frühere „Germany’s Next Topmodel“-Gewinnerin, stellten innovative Ansätze aus dem Textilsektor vor. Meier sagte: „Einfach genau hinsehen und beim Shoppen nachfragen: Engagiert sich der Hersteller oder die Modemarke für faire Arbeitsbedingungen? Trägt das Kleidungsstück ein Sozial- oder Umweltsiegel?“ Weltweit arbeiten mehr als 60 Millionen Menschen in der Textil- und Bekleidungsbranche, die meisten davon in Entwicklungs- und Schwellenländern und häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen. Das Bündnis für nachhaltige Textilien hat über 150 Mitglieder – darunter zahlreiche bekannte Marken wie Adidas, H&M, Hugo Boss, C&A und Tchibo sowie die Zivilgesellschaft.

Halle 5.2, Stand 100, Kontakt: Pressestelle, T: +49 (0) 30 18 535 2451, E-Mail: presse@bmz.bund.de