Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

Presse-Information

28. November 2017

Grüne Woche macht „Lust aufs Land“: Modernes Landleben: nachbarschaftlich, generationenfreundlich und zunehmend digital

Eine Vielfalt an Themen rund um modernes Leben auf dem Land erwartet die Besucher in Halle 4.2 der Internationalen Grünen Woche Berlin 2018. Aussteller aus den ländlichen Räumen präsentieren vom 19. bis 28. Januar ihre Ideen für lebenswerte Dörfer und Regionen und machen mit ihren Initiativen und Projekten ländliche Entwicklung anschaulich und lebendig.

Besucher erfahren zum Beispiel, welche Möglichkeiten die Digitalisierung eröffnet, was „Coworking Spaces“ sind und wie sich eine lebendige Nachbarschaftshilfe oder ein Generationentreffpunkt organisieren lässt – oder was man tun kann, wenn ein Dorf plötzlich keinen Laden mehr hat, und wie Gesundheitsversorgung und Mobilität gesichert werden können. Die Besucher können mit Hilfe einer App regionale Produkte finden und lernen, wie man Fleisch aus tiergerechter Haltung erkennt. Bei zahlreichen Mitmachaktionen lassen sich ländliche Regionen auch spielerisch entdecken und es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Noch mehr Informationen und Unterhaltung bietet das Bühnenprogramm der LandSchau, präsentiert von den Moderatorinnen Heike Götz und Petra Schwarz und organisiert von der Agrarsozialen Gesellschaft.

Aussteller und Themen des Bereichs „Ländliche Entwicklung“

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) lädt dazu ein, die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung für ländliche Regionen zu entdecken. Mehrere Mitmach-Elemente animieren Erwachsene und Kinder, mögliche Zukunftsszenarien für das Leben und Arbeiten auf dem Land zu erforschen. Wie könnten beispielsweise Online-Plattformen künftig die Versorgung auf dem Land verbessern? Auf interaktiven Landkarten des Thünen-Institutes können Besucher Zahlen und Fakten zu Deutschlands ländlichen Regionen erfahren. Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) bildet vor Ort einen Treffpunkt für Fachpublikum sowie Akteure und informiert unter anderem über die Fördermöglichkeiten des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Das BMEL stellt außerdem bereits geförderte Projekte und seine politischen Initiativen für lebenswerte ländliche Räume vor.

Die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins (ALR) und das Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg laden als Vertreter der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Länderakademien (ArGeLR) an Themensitzbänken dazu ein, Aspekte der ländlichen Entwicklung zu entdecken. An der Mitfahrbank „Mobilität“ oder der Mitmachbank „Engagement“ bieten Akteure einen Einblick in ihre Projekte und Initiativen.

Mehrmals am Tag heißt es „(LandSchau-)Bühne frei!“, denn auch in diesem Jahr gastiert der Circus UBUNTU in Halle 4.2. Das schleswig-holsteinische Kinder- und Jugendhilfeprojekt bietet Kindern, die Schwierigkeiten in der Schule oder im Elternhaus haben, ein praxisorientiertes Lernumfeld, um die eigenen Stärken zu erfahren und zu entwickeln.

Im „Tagesangebot“ des LEADER-Ladens der Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen (BAG LAG) präsentiert jeweils eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) praktische Beispiele zur Umsetzung des Regionalentwicklungsprogramms LEADER. Weitere Themen und Highlights kann das Messepublikum beim „Einkaufen“ im LEADER-Laden kennenlernen. Die BAG LAG lädt als Kommunikationsplattform der LEADER-Regionen zum Austausch über die neuesten Dorftrends ein.

Am Stand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) geht es um generationengerechte Kommunen, in denen Jung und Alt auch in ländlichen Regionen gesund leben können. Messebesucher können sich vor Ort selbst anhand einer aufgebauten Modellregion an der Gestaltung einer generationengerechten Kommune versuchen.

Der Verband Deutscher Naturparke e.V. und der Bundesverband Deutsche Mittelgebirge e.V. bieten Interessierten die Möglichkeiten, sich am Stand mit Experten zum Beispiel über das touristische Potenzial der Naturparke und Mittelgebirge für Deutschlands ländliche Räume auszutauschen. Projektbeispiele liefern praxistaugliche Ideen, wie die Attraktivität ländlicher Gebiete gesteigert werden kann.

Das Bundesnetzwerk Ehrenamtliches Engagement (BBE) gibt Einblicke in die aktive Förderung des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland und rückt zwei Arbeitsbereiche in den Fokus: Erfolgsprojekte aus dem Bereich „Demokratiestärkung im ländlichen Raum“, die zeigen, wie von Engagement getragenes Zusammenleben vor Ort funktionieren kann, sowie die „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“.

Der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. stellt die Initiativenlandschaft regionaler Bewegungen in Deutschland vor und macht auf die Bedeutung der Digitalisierung in ländlichen Räumen aufmerksam. Besucher lernen die Regio-App, die die Vermarktung regionaler Produkte steuert, und andere innovative Nahversorgungskonzepte im ländlichen Raum sowie den bundesweiten Aktionstag der Regionalbewegungen, den „Tag der Regionen“, kennen.

Das große Potenzial einer engagierten Bürgergemeinschaft für ländliche Gemeinden verdeutlicht das Erfolgsprojekt Bürgerpark Lich e.V. Im Fokus steht unter anderem der „Generationstreffpunkt Park“. Interessierte Messebesucher können sich mit den Experten vor Ort austauschen, wie auch im eigenen Ort etwas durch Stärkung des ehrenamtlichen Engagements bewegt werden kann.

Das Start-up „Coconat – a workation retreat“ entführt das Messepublikum in eine grüne Oase zum konzentrierten Arbeiten. Ein workation retreat ist ein neuartiges, touristisches Angebot, das ortungebundenen Digitalarbeitern einen Rückzugsort in der Natur bietet. Standbesucher können das Pilotprojekt in Bad Belzig / Brandenburg kennenlernen, mit den Machern über die Möglichkeiten von Coworking für den ländlichen Raum diskutieren oder auch den eigenen Laptop aufklappen, um ein bisschen im Grünen zu arbeiten.

Das Projekt HEIMVORTEIL HSK 2.0 im Hochsauerlandkreis spricht junge Menschen und vom Land Abgewanderte an, um zu zeigen, wie lebenswert und wirtschaftsstark das Hochsauerland ist. Es informiert über Karrieremöglichkeiten und die Vorteile der Region.

Land schafft Leben – mit diesem Motto laden die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB) und der Evangelische Dienst auf dem Lande (EDL) zur Auseinandersetzung mit den Themen der Kirchen ein: Förderung des regionalen Einkaufs, Unterstützung landwirtschaftlicher Familienbetriebe in Krisensituatio-nen, lebenswerte Dörfer und eine zukunftsfähige Landwirtschaft, Dialog zwischen Erzeuger und Verbraucher und eine solidarische Welt.

Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB) präsentiert ihr Großprojekt „Turn it! Hier gedreht, Welt bewegt“ sowie weitere spannende Projekte aus der Landjugendarbeit. Die Jugendverbandsarbeit der KLJB trägt dazu bei, dass Jugendliche sich einmischen und ihre Zukunft auf dem Land aktiv mitgestalten. Besucher können diskutieren, wie Jugendliche ihre Belange in die Öffentlichkeit einbringen und umsetzen können.

Die MECK-SCHWEIZER sind eine junge, genossenschaftlich organisierte Regionalvermarktungsinitiative aus der Mecklenburgischen Schweiz. Am Messestand erfährt das Publikum, wie regionale Warenströme und Wertschöpfungsketten funktionieren und wie das Konsumverhalten jedes Einzelnen damit zusammenhängt. Vorgestellt wird ein B2B-Internet-Marktplatz, der den Handel mit regionalen Produkten erleichtert.

Die Wachstumsregion Ems-Achse e.V. – ein Zusammenschluss von über 500 Unternehmen, Kommunen und Kammern im Nordwesten Niedersachsens – will mit Vorurteilen über ländliche Regionen aufräumen und auf unterhaltsame Weise Wissen über Deutschlands ländliche Regionen vermitteln – beispielsweise darüber, dass die Region Ostfriesland und Emsland Heimat von über 150 Weltmarktführern ist und gute Berufschancen bietet.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande Sachsen-Anhalt e.V. präsentiert vielfältige Angebote für Familien mit Kindern, weiterhin Rad,- Wander- und Reitangebote im ländlichen Raum. Zahlreiche Standaktionen laden zum Mitmachen ein, aber auch regionale Produkte können verkostet werden.

Fünf Jahre Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ – der Deutsche Tierschutzbund stellt die Nutztierhaltung und was Verbraucher in ihrem Kaufverhalten beachten sollten in den Fokus. Inzwischen sind Produkte mit dem Tierschutzlabel in immer mehr Geschäften und in größerer Auswahl zu kaufen. Das Label kennzeichnet Produkte tierischen Ursprungs, bei denen deutliche Verbesserungen bei der Haltung und, je nach Produktionsart, auch bei Schlachtung und Transport der Tiere garantiert sind.

Die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe informiert in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten der privaten Ernährungsnotfallvorsorge. Es werden hilfreiche Empfehlungen und Tipps gegeben, welche Lebensmittel sich eignen, um einige Tage bei Versorgungsengpässen zu überbrücken. Ein Wissenstest ermöglicht es Besuchern, Fragen des Selbstschutzes zu reflektieren.

Weitere Informationen:

Agrarsoziale Gesellschaft e. V. (ASG), Michael Busch

T: +49 (0)551 4970935, info@asg-goe.de