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Eine Schlange aus Henna

Etwas schüchtern lässt sich Johnny auf dem runden, gelben Sitzkissen nieder. „Eine Schlange willst du auf dem Arm haben?“, fragt Fouzia Krumpiegl den Sechsjährigen. Johnny nickt. „Und am Montag gehst du damit in die Schule?“ Und Johnny strahlt. Schlangen findet er einfach total cool. Dann legt er seine Hand auf ein kleines Kissen und hält ganz still, bis die Henna-Malerin ihm mit einer schmalen Pipette eine züngelnde Schlange mit feinem Muster auf den Unterarm gezaubert hat. Das dauert etwa fünf Minuten, dann nimmt Johnnys Mama seinen Platz ein.

Ein Henna-Tattoo als Mitbringsel für die Arbeitswoche

Dorit, 58, in Jeans und praktischen Wanderschuhen unterwegs, hat schon ein Tattoo, ein Blumenmuster, das sich vom Ringfinger über den Handrücken bis übers Handgelenk zieht. Am Ende hat sie sich noch Glitzer in Pink und Grün gewünscht, jetzt muss alles 20 Minuten trocknen. „Ich nehme gerne etwas mit von der Grünen Woche“, sagt die Berlinerin. „Wenn ich am Montag ins Büro gehe, habe ich etwas schön Anschauliches von diesem Wochenende.“

Am liebsten frei und kreativ

Die Henna-Malerin Fouzia Krumpiegl, gebürtige Marokkanerin, aber seit langem in Nürnberg verheiratet, hat ordentlich zu tun auf dem Marokko-Stand. Während vom anderen Ende der Halle 18 eine niederländische Blaskappelle ihre Lieder zum Besten gibt, bleiben immer wieder Frauengruppen vor ihrem Ordner stehen und blättern sich durch die Muster. „Es kommen aber auch Männer, die ein Henna-Tattoo wollen“, sagt sie. „Am liebsten ist mir, wenn ich die Leute mir einfach sagen, ob sie Blumen oder Ornamente wollen und ich dann frei losmalen kann. Dann kann ich kreativ werden.“

Gewürze, Tee und Datteln

Marokko ist einer der größten Länderauftritte auf der Grünen Woche in diesem Jahr. Rings um den großen Café-Tresen, an dem man Orangensaft mit Zimt bekommt oder Sesamkekse zum arabischen Kaffee, reiht sich ein Stand an den nächsten – und an fast jedem gibt es etwas zum Probieren: Mandelpaste mit Arganöl, Arganöl pur, Walnussöl, verschiedene Datteln, Cumin auf hartgekochtem Ei, Rosenblütentee, Harissa-Paste mit Chili.

Aprikosenöl von der Frauenkooperative

Die Frauenkooperative Coop BH Nature hat unter dem Markennamen Aleya duftende Körperöle mitgebracht, Minze, Rose, Aprikose, Mandel, Lavendel oder Argan. Wer hier kauft, unterstützt Frauen aus dem Norden des Landes. „Wir sind bio-zertifiziert und achten darauf, dass bei unserer Produktion keine Reste anfallen“, erklärt Standleiterin Soumaya Yaakoubi. „Und wir fördern die Frauen aus der Region, indem wir sie ausbilden und ihnen eine selbständige Arbeit ermöglichen.“

Überraschend mild: Knoblauch mit Safran

Ganz neu dabei sind die Knoblauchprodukte der Kooperative Igran aus der Oasenstadt Taroudant im Süden von Marokko. Mit einem kleinen Spatel kann man sich durchprobieren: gerösteter Knoblauch, Knoblauch in Chili-Öl oder das sanfte Gemisch aus Knoblauch mit Safran. „So“, sagt ein Mann im Umdrehen zu seiner Frau. „Eine Stunde für eine Halle. Wenn wir so weitermachen, brauchen wir zweieinhalb Tage für alles.“

Die Marokkanischen Aussteller finden Besucherinnen und Besucher in der Halle 18.

Marokko

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