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Jede Dose hilft

Rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel sind im vergangenen Jahr in Deutschland im Müll gelandet. 59 Prozent davon haben private Haushalte weggeworfen. Statistisch heißt das: Jede und jeder von uns wirft pro Jahr rund 78 Kilogramm Essen in die Tonne. Gleichzeitig hungern aber immer mehr Menschen in Deutschland.

Inflation und Krieg machen sich bemerkbar

„Der Bedarf an Lebensmittelspenden ist im vergangenen Jahr enorm gestiegen“, sagt Alina Scheufele, Bereichsleiterin Logistik von Tafel Deutschland e.V., die bis zum 24. Januar in Halle 3.2 auf Einladung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) über ihre Arbeit informiert. Die Tafeln sammeln seit 30 Jahren Lebensmittelspenden und geben sie an von Armut betroffene Menschen aus. „Aktuell unterstützen die Tafeln mit etwa zwei Millionen Menschen so viele wie nie zuvor “, sagt Scheufele.

Mehr Bedürftige, weniger Spenden

Im vergangenen Jahr meldeten 58 Prozent der über 960 Tafeln im Bundesgebiet, dass die Zahl ihrer Kunden und Kundinnen sich seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine um 20 bis 100 Prozent erhöht habe. Knapp Prozent gaben an, dass sich die Zahl bei ihnen verdoppelt habe oder mehr als verdoppelt habe. Jede dritte Tafel verhängte in ihrer Not einen Aufnahmestopp, 62 Prozent gaben weniger Lebensmittel pro Haushalt aus. Zu viele Menschen zu unterstützen, bewerteten 76 Prozent der Tafeln als ihr größtes aktuelles Problem. Gleich dahinter folgte, dass auch die Menge an Lebensmittelspenden zurückgegangen ist, wie 68 Prozent der Einrichtungen berichteten.

Wie Hersteller und Handel helfen können

„Wir möchten auf der Grünen Woche vor allem mit Handel und Herstellern ins Gespräch kommen und dafür werben, dass sie lieber Lebensmittel spenden, als sie wegzuwerfen“, sagt Alina Scheufele. Denn auch in Supermärkten und bei den Produzenten werden Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrbar sind. Meistens, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder näher rückt, oft einfach nur, weil die Verpackung falsch bedruckt wurde oder weil Obst oder Gemüse optische Macken haben.

Private Spenden hoch willkommen

Aber auch private Messegäste können sich jederzeit bei Alina Scheufele und ihrer Kollegin Sabine Felix informieren. „Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende“, betont Scheufele. „Und wenn Sie sagen: Sie haben nur ein paar Konserven übrig – solche Dosen sind sehr begehrt, damit helfen Sie bereits sehr.“

Mehr Infos zur Arbeit der Tafel Deutschland e.V. finden Sie in Halle 3.2 in der Nähe der Show-Küche und im Internet unter https://www.tafel.de/

Die Berliner Tafel auf der Grünen Woche.

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