Veranstalter:
Messe Berlin
Datum der Veranstaltung:
16-25 Jan 2026
Grüne Woche
16-25 Jan 2026
Zur Übersicht

Brandenburg vernetzt, Berlin inszeniert

Netzwerke, Nähe und Kooperation in der Brandenburg-Halle, Tradition, Start-ups und Hauptstadt-Flair in Berlin: Die Hallen zeigen, wie vielfältig regionale Identität auf der Grünen Woche gelebt wird.

Wer am Donnerstag durch die Brandenburg-Halle auf dem Berliner Messegelände lief, konnte den Eindruck gewinnen, die Grüne Woche habe bereits begonnen. Vor nahezu jedem Stand in Halle 21a unterhielten sich Menschen in kleinen Grüppchen, lachten oder tranken Kaffee. „Das macht uns hier in Brandenburg aus. Wir kennen uns alle seit Jahrzehnten und helfen einander“, sagt Marcus Baum von Dreistern-Konserven. An seinem Stand macht er Werbung für die Bäckerei Plentz, die stellt ihm dafür das Brot für seine Aufstriche zur Verfügung.

Enge Vernetzung in Brandenburg

„Hier in Brandenburg entstehen Netzwerke“, sagt Karl-Dietmar Plentz. „Vor zwei Jahren haben wir hier Landwirte kennengelernt, die Kichererbsen in Brandenburg anbauen“, erzählt er. Die Kichererbsen der Agrargenossenschaft Trebbin vertreibt Karl-Dietmar Plentz nun mit an seinem Stand. Außerdem kam er dadurch auf die Idee, neben dem Roggenbrot aus Natursauerteig, das auf dem Rezept seines Urgroßvaters basiert, Brot aus Kichererbsenmehl anzubieten. Der Bäckermeister stellt seit 25 Jahren in der Brandenburg-Halle aus. Zum 100. Jubiläum hat er ein etwa 1,20 Meter langes Grüne-Woche-Brot gebacken. Sein Unternehmen ist mit 148 Jahren noch älter ist als die Messe. In Brandenburg sind alle eng vernetzt – auch mit der Landwirtschaftsministerin Hanka Fröhlich. „Sie war selbst lange Ausstellerin in der Brandenburg-Halle. Wir sehen sie als eine von uns“, sagt Karl-Dietmar Plentz. „Das ist hier wie ein Familientreffen.“

Originale Berliner Mauersteine selbst kloppen

Auch Berlin setzt ein Zeichen für Verbindung, Herkunft und gelebte Tradition: Die Fläche wurde von 500 auf 1.200 Quadratmeter vergrößert und befindet sich in diesem Jahr in Halle 21b. Übersehen lässt sich der Bereich kaum: Das DDR-Museum präsentiert 3,60 Meter hohe Originalsteine der Berliner Mauer, aus denen Besucherinnen und Besucher selbst Stücke abschlagen, mit einer alten DDR-Wage abwiegen und käuflich erwerben können. BRYX Toys baut aus 50.000 Klemmbausteinen bis zum 20. Januar den Berliner Fernsehturm im Maßstab von 1:54 auf einer Höhe von 6,80 Metern nach, der Berliner Funkturm wird in einer Höhe von 25 Zentimetern zum Kauf angeboten. Außerdem hat Berlin eine bunte Mauer als Foto-Spot und eine eigene Bühne, die von rbb 88,8 bespielt wird.

Berliner Kleingärtner beleben Grüne Woche nach Kriegsende

Auch ein Stück Berlin zeigt der Stand des Berliner Landesverbands der Gartenfreunde (Halle 21b/223). Hier lässt sich nachvollziehen, welchen Einfluss die Kleingärtner auf das Bestehen der Grünen Woche haben und hatten. „Dank der Kleingärtner, die ihr Obst und Gemüse aufs Messegelände brachten, konnten 1948 erstmals nach dem zweiten Weltkrieg wieder Agrarerzeugnisse gezeigt werden“, sagt Lars Jaeger, Direktor der Grünen Woche.

Für das aktuellen Berlin-Flair sorgt der Start-up-Bereich, in dem sich über die Laufzeit der Messe 17 unterschiedliche Unternehmen vorstellen, der Gemeinschaftsstand „Crafted in Berlin“ mit ausgewählten regionalen Manufakturen und die „Initiative gegen Beliebigkeit“, ein Zusammenschluss verschiedener Traditionsbetriebe. Sterne-Koch Tim Raue präsentiert am Mittwoch, 21. Januar um 11.00 Uhr die neue Currywurst-Kreationen für das Fernsehturm-Restaurant (21b/221).

Kai Wegner mit einem Bauhelm, Hammer und Meißel an einem Stück der Berliner Mauer.

Ein Stück Berliner Mauer für Zuhause - gibt´s in der Berlinhalle.

Autor*in:Ninja Priesterjahn

Zur Übersicht
Teilen:

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Wir halten Sie mit allen Neuigkeiten zur Grünen Woche auf dem Laufenden.

Updates erhalten