Veranstalter:
Messe Berlin
Datum der Veranstaltung:
16-25 Jan 2026
Grüne Woche
16-25 Jan 2026
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Weil der Apfel nicht im Regal wächst: Lernen auf dem ErlebnisBauernhof

Auf dem ErlebnisBauernhof feiern die Agrar Scouts ihr Jubiläum, Frauen stehen im Fokus – und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner erinnert daran, dass der Apfel am Baum wächst.

Die Traube vor dem Aktionsrad wird immer größer. Gerade durften die Kinder schätzen, wie viele Lebewesen in einem Liter Boden wohnen und haben gelernt, dass es nicht 300, sondern sogar über zehn Milliarden sind. „Können wir nochmal drehen?“, fragt ein kleines Mädchen und schaut mit großen Augen zu Erwin Koster, der erklärt, was sie tun kann, damit möglichst wenig Lebensmittel im Müll landen. Erwin Koster kommt bereits seit 29 Jahren auf die Grüne Woche, früher als Berufsschullehrer für Landwirtinnen und Landwirte, seit 2020 ist er AgrarScout. „Unser Ziel ist zu informieren. Die Kunst besteht darin, schwierige Sachverhalte so herunterzubrechen, dass man sie nicht mehr vergisst“, sagt er.

AgrarScouts feiern 10-jähriges Jubiläum

Die AgrarScouts feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2. „Ohne die hochmotivierten Landwirtinnen und Landwirte, die seit Jahren mit den Menschen in Kontakt treten, offen erklären und einordnen, geht es nicht“, sagte Lea Fließ. Die Geschäftsführerin vom Forum Moderne Landwirtschaft holte die AgrarScouts im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Erlebnisbauernhofes auf die Bühne. Außerdem gebe es noch eine weitere Hauptfigur, verkündet sie: „Die Vereinten Nationen haben 2026 als internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen. Frauen übernehmen Verantwortung mit Selbstverständnis und diese Persönlichkeiten stehen im Mittelpunkt auf dem Erlebnisbauernhof.“

Frauen als Rückgrat der Landwirtschaft

Zehn Porträts von Betriebsleiterinnen, Funktionärinnen und Mitarbeiterinnen präsentierte Lea Fließ auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs, darunter das von Marianne Albersmeier, Betriebsleiterin vom Hof Albersmeier, die sagt: „Wir Frauen werden oft als Rückgrat der Landwirtschaft bezeichnet. Es ist an der Zeit, dass wir ein Gesicht bekommen und echte Gleichberechtigung gelebt wird.“ Marianne Albersmeier ist ebenfalls AgrarScout – genau wie Charlotte Schlichting, die auf dem Vorwiesenhof ihrer Eltern in Lübeck aufgewachsen ist und plant, diesen mit ihrem Bruder zu übernehmen. Auch ihr Porträt befindet sich in der Präsentation, die über den gesamten Messeverlauf zwischen den Programmpunkten auf der Bühne in Halle 3.2 abgespielt werden soll. „Ich habe mich riesig über die Anfrage gefreut, weil es darum geht, Frauen sichtbarer zu machen“, sagt Charlotte Schlichting. Auf Instagram hat sie 12.600 Follower und bei YouTube gibt es unter „NDR auf´m Land“ eine Reportage über ihr Landleben.

Keine Grüne Woche ohne ErlebnisBauernhof

Auch Johanna Bensch von der Deutschen Phytomedizinische Gesellschaft bemüht sich um Sichtbarkeit. Die angehende Doktorandin erklärt gerade einer Familie, was passiert und wie es aussieht, wenn eine Gurke oder Zuckerrübe von einem Virus befallen wird. Sie klärt auf über Hintergründe zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und auch zu Alternativen wie Fruchtfolge und Mischanbau oder Beschnitt. „Ich möchte Menschen informieren und sensibilisieren für Maßnahmen, die es rund um den Pflanzenschutz gibt und für ein Bild abseits der medial geprägten Inhalte“, sagt sie.

Landwirtschaft zum Verstehen und Anpassen, das ist das Motto des ErlebnisBauernhofs, ein Gemeinschaftsprojekt des Forums Moderne Landwirtschaft mit mehr als 70 Partnern aus der Agrar- und Ernährungsbranche. Sie alle laden in Halle 3.2 dazu ein, Landwirtschaft spielerisch zu entdecken mit interaktiven Stationen, Mitmachaktionen und praxisnahen Angeboten rund um Prävention, Sicherheit und Bildung für die Grüne Branche. „Ich kann mir Berlin nicht ohne Grüne Woche vorstellen und ich kann mir die Grüne Woche nicht ohne den Erlebnisbauernhof vorstellen. Wir Stadtmenschen und gerade auch die Kinder sollten wissen, dass der Apfel am Baum wächst und nicht im Regal“, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner.

ErlebnisBauernhof der Bauernpräsident und zwei Frauen halten Gemüse in den Händen

ErlebnisBauernhof: v.l.n.r. Bauernpräsident Joachim Rukwied, AgrarScoutin und Lea Fließ, Geschäftsführerin vom Forum Moderne Landwirtschaft

Autor*in:Ninja Priesterjahn

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