Veranstalter:
Messe Berlin
Datum der Veranstaltung:
16-25 Jan 2026
Grüne Woche
16-25 Jan 2026
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Hallo, wach! Kaffee, Matcha, Mate & co. für jeden Geschmack

Von klassischem Kaffee über Matcha und Mate bis hin zu Lupinenkaffee – die Grüne Woche zeigt, wie vielfältig koffeinhaltige Getränke sein können und lädt zum Probieren ein.

Warum trinken so viele Menschen Matcha Latte? Die Zwillingsbrüder Mathias und Michael Hempe aus Luckenwalde können den Trend nicht erklären, aber sie haben sich vorbereitet: „Man merkt, dass das Getränk unheimlich beliebt ist. Vor einiger Zeit hatten wir auch mal Lieferschwierigkeiten, aber jetzt sind wir gut aufgestellt“, sagt Mathias von Tee-Wunder. An ihrem Stand in Halle 6.2 können Besucherinnen und Besucher der Grünen Woche Strawberry Matcha Latte probieren.

Schütteln, rühren, schlürfen: Die Kunst des Matcha Latte

Matcha ist ein fein gemahlenes, grünes Teepulver aus Japan mit einem hohen Gehalt an Antioxidantien, das mit heißem Wasser und einem Bambusbesen verrührt wird, bis ein cremiger Schaum entsteht. Durch die Zugabe von Milch oder einer pflanzlichen Alternative sowie unterschiedlichen Süßungsmitteln wie Mango Sirup oder Erdbeerpüree entstehen diverse Matcha-Latte-Kreationen, die in den sozialen Medien immer bekannter werden. „Wir warten schon darauf, dass Opa Werner hier mal vorbeikommt“, sagt Mathias. Auf Instagram und TikTok probiert der knapp 90 Jahre alte Rentner nach eigenen Angaben so lange unterschiedliche Varianten Matcha Latte bis ihm eine schmeckt. Noch nennt der gebürtige Berliner, der für die TV-Sendung „taff“ den teuersten Matcha Deutschlands gekostet hat, das Getränk „Matsche Latsche“ oder „die grüne Suppe“, aber vielleicht können Mathias und Michael ihn ja überzeugen oder Sophie Prinz, die ab Dienstag, 20. Januar, mit ihrem Food-Startup Prinzz einen Oat Matcha Latte aus der Dose im Rahmen der Startup-Days präsentiert (Halle 27).

Von Paraguay nach Pinnow: Leonie Tessenows Mate-Abenteuer

Leonie Tessenow präferiert Mate. Aufgewachsen auf einer Rinderfarm in Paraguay kam sie früh mit den getrockneten Blättern des Mate-Strauchs in Berührung. „Der Koffeingehalt von Mate ist etwa vergleichbar mit dem einer kleinen Tasse Kaffee, der Gehalt an Nährstoffen ist vergleichbar mit Matcha“ erklärt Leonie. Als 16-Jährige lernte sie ihren heutigen Mann kennen, einen Rostocker, mit dem sie inzwischen in Pinnow lebt. Mit ihrem Bio-Matekaffee-Pulver verbindet Leonie südamerikanische Kultur und bewussten Lebensstil. Seit einer Woche sie mit ihrem Unternehmen Tekoha am Markt. Auf der Grüne Woche feiert sie in ihre Verkaufspremiere (Halle 5.2).

Lupinenpower: Kaffee ganz ohne Bohne

Ebenfalls in Halle 5.2 bereitet Michelle Rost von LandDelikat - Die Biorösterei ihren Lupinen-Kaffee in einer French-Press-Kanne zu und reicht ein Tässchen über den Tresen. Dass sie die Pflanze 2008 entdeckt hat, war reiner Zufall. „Ich war auf der Suche nach einer regionalen Kaffee-Alternative, da erzählte mir jemand, dass nach dem Krieg Lupinen aufgebrüht wurden“, sagt sie. 2008 baute sie mit ihrem Partner die ersten Pflanzen auf Rügen an und tastete sich langsam an die Verarbeitung und Röstung heran. Im Gegensatz zu Getreidekaffee ist Lupinenkaffee glutenfrei. Er ist basisch, zuckerfrei und hat einen leicht malzigen Geschmack. Ganz neu im Angebot der Rösterei ist eine Sorte mit Koffein. Guarana und Kakao sorgen für einen gesunden Koffein-Kick.

Für alle, die es klassisch mögen

Und wer ganz klassisch Kaffee ohne zu viel Schnickschnack trinken möchte, wird bei den folgenden Kaffeeröstereien fündig: Maik Reinhardt (Halle 21b), Besonders (Halle 23), Hannemann (Halle 23) oder Roy Coffee (Halle 23). Kolumbianische Kaffeespezialitäten gibt es unter anderem in Halle 10.2 im Café Sierrazul (10.2) oder im Café Colombia (10.2).

Leonie Tessenow hält eine Dose Bio-Matekaffee-Pulver in der einen und ein Glas Kaffee in der anderen Hand vor einem Regal mit weiteren Dosen.

Leonie Tessenow mit ihrem Bio-Matekaffee-Pulver.

Autor*in:Ninja Priesterjahn

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