Veranstalter:
Messe Berlin
Datum der Veranstaltung:
16-25 Jan 2026
Grüne Woche
16-25 Jan 2026
Zur Übersicht

Wenn Reis zu Kunst wird - Asien auf der Grünen Woche

Auf der Grünen Woche trifft Tadschikistans Kunsthandwerk auf Cosplay und Onigiri aus Japan: Kulinarik, Handwerk und Anime-Kultur zeigen Asiens Vielfalt mitten in Berlin.

Eine der vielleicht aufwändigsten Würdigungen der Grünen Woche steht am Stand von Tadschikistan. Auf 1,35 Meter Breite und 60 Zentimeter Höhe klebt Reiskorn an Reiskorn, rote Linse an Buchweizen und Leinsamen sowie ein Schriftzug aus kleinen grünen Bohnen. „Die Bohnen haben wir alle einzeln im Bild arrangiert“, sagt Fayzimakhmad Amonov, Leiter der Abteilung für internationale Beziehungen des Landwirtschaftsministeriums von Tadschikistan.

Seit vier Jahren ist das kleinste Land Zentralasiens auf der Grünen Woche präsent. Am Stand gibt es Mandeln, Walnüsse und Trockenfrüchte, Äpfel und Granatäpfel, die in den fruchtbaren Tälern des Landes angebaut werden, sowie Honig von regionalen Imkern und traditionelles Kunsthandwerk. Ein ganz besonderer Publikumsmagnet ist das kunstvolle Grüne-Woche-Reisbild, an dem laut Fayzimakhmad Amonov sechs Personen drei Tage gearbeitet haben, bevor es auf dem Luftweg nach Berlin kam.

Japanische Reisbällchen zum Selbermachen

Ein anderes Kunstwerk aus Reis kommt aus Japan. Es heißt Onigiri. Wörtlich übersetzt bedeutet das „gegriffener Reis" oder „Reisknödel“. Damit sind traditionelle japanische Reisbällchen gemeint mit verschiedenen Füllungen wie Lachs, Pflaume oder Gemüse, die oft in Dreiecks- oder Kugelform gebracht und häufig in Nori-Algenblätter eingewickelt werden. Sie sind ein handlicher Snack für unterwegs oder als Pausenbrot sehr beliebt. Im Gegensatz zu Sushi wird der Reis nicht gesäuert, und die Füllung ist vollständig vom Reis umschlossen, wodurch sich die Aromen intensivieren.

Im Rahmen des Schulprogramms findet im Bereich „Home Green Home“ noch am Donnerstag, 22.01. und Freitag, 23.01. der Koch-Workshop: „How to Onigiri – Das japanische Butterbrot“ statt. Dabei bereiten Schüler:innen gemeinsam mit Showkoch Mori ihre eigenen Onigiri zu. Besucherinnen und Besucher können zuschauen.

Onigiri sind in Deutschland und anderen Ländern nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch durch ihre Präsenz in Anime und Manga bekannter geworden. Viele Menschen außerhalb Japans wurden durch Serien und Filme auf diese typischen japanischen Reisbällchen aufmerksam, zum Beispiel durch Szenen, in denen Figuren Onigiri beim Picknick, auf Reisen oder einfach als Snack essen.

Cosplay-Meisterschaft auf der Grünen Woche

Aya nascht kein Onigiri. Die 21 Jahre alte Berlinerin hüpft auf und ab, singt lautlos zur Musik und bewegt ihre Arme. Wer sich mit Anime, Manga und Videospielen auskennt, erkennt: Aya stellt Hatsune Miku dar – eine virtuelle Sängerin aus Japan, die 2007 als Stimme für ein Musikprogramm namens Vocaloid kreiert wurde. Seit sie elf Jahre alt ist, nimmt Aya an Cosplay-Meisterschaften teil, so auch bei der 12. offenen Berliner Cosplay-Meisterschaft, die auf der Bühne der Grünen Woche ausgetragen wird.

Sie trägt lange türkisfarbige Zöpfe, leuchtend blauen Kontaktlinsen, schwarze Armstulpen und einen kurzen, schwarzen Faltenrock. Beim Cosplay geht es darum, eine Manga-, Anime- oder Computerspiel-Figur bei einem Bühnenauftritt durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu darzustellen. Das Wort setzt sich aus Costume (Kostüm) und Play (Spielen) zusammen. Entstanden ist Cosplay in den 1980er-Jahren in Japan, inspiriert von Anime, Manga und Videospielen. In Deutschland wurde Cosplay vor allem ab den 2000er-Jahren populär, parallel zum wachsenden Interesse an Anime und japanischer Popkultur. Cosplayer stecken viel Zeit und Mühe in die Darstellung der Charaktere. Sie arbeiten manchmal über Monate an ihren Kostümen und Performances.

Vielfältige Produkte aus Taschikistan

Vielfätige Produkte aus Tadschikistan. Foto: Messe Berlin

Autor*in:Ninja Priesterjahn

Zur Übersicht
Teilen: