Veranstalter:
Messe Berlin
Datum der Veranstaltung:
16-25 Jan 2026
Grüne Woche
16-25 Jan 2026
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Von der Weide bis zum Zukunftstraktor: Das BMLEH in Halle 23a

Anfassen, ausprobieren, staunen: Von der Lammgeburt über Biodiversität bis zum Zukunftstraktor lädt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat in Halle 23a zum Mitmachen ein.

Gar nicht so leicht, ein Lamm zur Welt zu bringen. Trotz der Anleitung einer jungen Tierärztin gehört viel Fingerspitzengefühl dazu die Lage des Tiers richtig zu ertasten und ihm aus dem Mutterleib zu helfen. Denn oft bringen die Muttertiere mehr als ein Junges zur Welt. In Halle 23a können sich Gäste der Grünen Woche selbst in der Geburtshilfe versuchen. Das Projekt der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover soll Landwirtinnen, Landwirte und Tierhalter für mögliche Komplikationen sensibilisieren und ist Teil der Ausstellung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

Die Lamm-Geburt ist eine von vielen Mitmachaktionen, die Gäste in der Halle erwarten. Zahlreiche Organisationen geben einen Einblick in ihre Arbeit und sensibilisieren mit verschiedenen Angeboten für ganz unterschiedliche Themen, zum Beispiel für die Vorzüge von Biodiversität. Struwelpeter, Brauner Sommer oder Goldforelle sind die Namen einiger alter Salatsorten, die in einem Beet gedeihen. Gegenüber den gängigen Supermarkt-Produkten haben sie viele Vorteile, sind zum Beispiel resilient gegen Schnecken und bringen ihr eigenes Aroma mit. Aktuell befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler damit, wie sie sich wieder in den Anbau bringen lassen.

Vorräte für den Notfall

Um Resilienz geht es auch am Stand der Initiative Ernährungsvorsorge. Sie möchte Menschen dafür sensibilisieren Vorräte für Extremsituationen anzulegen, zum Beispiel einen längeren Stromausfall oder ein Hochwasser. Denn bis die staatliche Versorgung anläuft, kann es bis zu zehn Tage dauern. Daher sollten Bürgerinnen und Bürger Lebensmittel für diesen Zeitraum zu Hause haben, darunter Brot, Gemüse, Obst, Käse und Fleisch. Der Vorratskalkulator des Ministeriums unterstützt bei der Planung.

Die Initiative "Zu gut für die Tonne!" gibt Tipps, wie sich Lebensmittelverschwendung im Alltag einfach vermeiden lässt und was es mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf sich hat.

Allen, die Fisch auf ihrem Speiseplan haben, bieten die Forscherinnen und Forscher vom Thünen Institut eine hilfreiche Orientierung bei Siegeln und unterschiedlichen Fang- und Aufzuchtsformen. Ein Hingucker am Stand ist ein Modell des Fischereiforschungsschiffs Walther Herwig III. Es untersucht unter anderem den Fischbestand in Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik.

Wer der Arbeit vom Friedrich-Löffler-Institut besser verstehen möchte, kann an Reagenzgläsern seine Geschicklichkeit bei der Entnahme und Untersuchung von Proben ausprobieren. Das Institut befasst sich mit der Prävention, Diagnose und Bekämpfung von Tierseuchen wie der Vogelgrippe oder der Maul- und Klauenseuche.

Das Highlight ist für viele der mit Strom betrieben Traktor ONOX1. Er gibt einen Ausblick darauf wie Landwirtinnen und Landwirte in der Zukunft mit selbst erzeugter Energie nachhaltig unterwegs sein können.

Das BMLEH zeigt in Halle 23a alte Salatsorten.

Alte Salatsorten tragen zu mehr Biodiversität bei, zeigt das BMLEH in Halle 23a. Foto: Messe Berlin

Autor*in:Judith Jenner

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