Veranstalter:
Messe Berlin
Datum der Veranstaltung:
16-25 Jan 2026
Grüne Woche
16-25 Jan 2026
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SconeLabs gewinnt Startup-Days der Grünen Woche 2026

Zehn Startups, viele Visionen für die Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung: Im Finale der Startup-Days auf der Grünen Woche setzt sich SconeLabs mit einer KI gegen Lebensmittelverschwendung durch.

Eine Gruppe von Personen auf der Bühne im ErlebnisBauernhof bei den Startup-Days 2026 mit großem Scheck für den ersten Platz und Logos der Finalisten im Hintergrund

Die Jury, Finalisten und der Gewinner der Startup-Days 2026.

Wie soll man einen trinkfertigen Matcha aus der Dose, einen E-Traktor und eine Künstliche Intelligenz, die den Verfall von Obst und Gemüse vorhersagt, vergleichen? Oder ein fermentiertes, zuckerfreies und veganes Instant-Gericht, das zu 100 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht, mit einem autonomen Feldroboter und der Proteinherstellung aus Mikroorganismen und Nebenströmen der Landwirtschaft?

So vielfältig, dass ein Preis kaum reicht: Zehn Startups im Wettbewerb

Dieser Aufgabe widmen sich die Juriorinnen und Juroren des Startup-Preises nun bereits im achten Jahr. Am Dienstag und Mittwoch stellten zehn Startups aus der Agtech- und Foodbranche in dreiminütigen Pitches ihre innovativen Ideen für die Ernährungs- und Landwirtschaft auf der Grüne-Woche-Bühne vor. Die Preisverleihung fand am Mittwochabend im Rahmen des Netzwerkabends der Partner auf der Bühne des ErlebnisBauernhofs statt. Der Startup-Preis wird in Kooperation mit der Andreas-Hermes-Akademie und der Landwirtschaftlichen Rentenbank verliehen. Er beinhaltet ein Coachingpreisgeld von 1.000 Euro, die Teilnahme an einem Accelerator-Programm von der Rentenbank und eine kostenfrei Präsentationsfläche auf der Grünen Woche 2027.

„Startups bringen frischen Mut, Geschwindigkeit und Flexibilität in die Branche und die Projekte, die ich hier im Rahmen der Startup-Days gesehen habe, haben alle einen greifbaren Mehrwert“, sagte Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. „Wir haben zehn Pitches gesehen. Das war eine breite Welt an Überraschungen und bei allen Unternehmen sehen wir eine Perspektive“, sagte Jury-Sprecher Gerald Dohme vom Deutschen Bauernverband.

KI-gestützte Sensorik reduziert Verluste in der Lebensmittelkette

Am Ende überzeugte SconeLabs, die sich auf innovative Art dem Thema Lebensmittelverschwendung widmen: Gründer Nishit Agrawal und sein Team haben die Bedingungen in Lagerhallen als eines der größten Probleme ausgemacht. „Jeder kennt das Problem, dass man nicht weiß, wann eine Avocado reif und wann sie schlecht ist“, sagte er im Pitch. Das Problem gibt es in Lagerhallen auch, nur hat es einen weitaus größeren Effekt, als wenn man im Haushalt eine einzelne Avocado entsorgen muss. Das Berliner Technologieunternehmen hat eine Sensorik mit einer Künstlicher Intelligenz kombiniert, die Echtzeitdaten aus Lagerung und Produktion frischer Lebensmittel in verwertbare Erkenntnisse verwandelt. So können Risiken, Qualitätsverluste und Verderb frühzeitig erkannt werden, was Lebensmittelverschwendung verringert, und die Haltbarkeit optimiert.

„Ich kann mir nicht vorstellen, warum man das für sein Lager nicht haben wollen würde und eigentlich auch nicht, warum es das nicht schon längt gibt“, sagte Jury-Mitglied Jana Moritz von der Schwarz Gruppe.

Gesunde Fertiggerichte und neue Proteinquellen begeistern die Jury

Ähnliches gilt für Miss Mineva’s moderne, gesunde Alternative zu herkömmlichen Fertiggerichten. Auch MicroHarvest hat beeindruckt. Das Biotechnologie‑Unternehmen hat eine neue Art der Proteinproduktion entwickelt, die auf natürlichen Mikroorganismen basiert.

„Ich fände es schön, wenn wir drei Preise vergeben könnten“, hatte Jury-Mitglied Clement Tischer von der Rewe Group noch vor der Preisverleihung gesagt. Zum Glück geht es ja beim Startup-Preis nicht darum, dass nur eine Idee weiterverfolgt wird. „Wir haben in der Agrar- und Ernährungswirtschaft komplexe Herausforderungen, also brauchen wir auch viele Ideen“, sagte Nikola Steinbock von der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Im Rahmen des Netzwerkabends lud sie noch einmal explizit zum Austausch ein: für eine bessere Vernetzung zwischen Startups und der Landwirtschaft.

Autor*in:Ninja Priesterjahn

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